Marriott International-Aktie: Q3-Zahlen heben den Ausblick
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 13:30 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSStarke Quartalszahlen und höherer Ausblick
- Der weltweite RevPAR stieg im dritten Quartal um 6,5 Prozent, getragen von höheren Zimmerpreisen und Auslastung.
- Marriott erhöhte den Ausblick für das weltweite RevPAR-Wachstum 2026 auf 4,5 bis 5 Prozent.
- Die Gebühren aus Franchise- und Basismanagement legten um 13 Prozent auf 1,341 Milliarden US-Dollar zu.
- Die globale Entwicklungspipeline erreichte mit mehr als 634.000 Zimmern einen Rekordstand.
Marriott International hat am Montag, 2. November 2026, Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt und den Ausblick für das laufende Jahr angehoben. Der weltweite Umsatz je verfügbarem Zimmer, kurz RevPAR, stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,5 Prozent. Der Unternehmensbericht nennt höhere durchschnittliche Zimmerpreise und eine bessere Auslastung als Treiber. Der Realtime-Kurs der Marriott International-Aktie lag am Dienstag, 3. November 2026, um 13:19 Uhr bei Lang & Schwarz bei 371,48 Euro.
RevPAR wächst in allen Regionen
In den USA und Kanada erhöhte sich der RevPAR um 7,4 Prozent. Das internationale Geschäft kam auf ein Plus von 4,4 Prozent, wobei die Region Asien-Pazifik ohne China mehr als 9 Prozent Wachstum erreichte. In Europa stieg der RevPAR ebenfalls um mehr als 4 Prozent. Marriott verwies zugleich darauf, dass der Konflikt im Nahen Osten das Geschäft dort weiterhin belastet, sich die Entwicklung gegenüber dem zweiten Quartal aber verbessert habe.
Die Gebühren aus Franchise- und Basismanagement erhöhten sich im dritten Quartal um 13 Prozent auf 1,341 Milliarden US-Dollar. Die Incentive-Management-Gebühren stiegen um 22 Prozent auf 181 Millionen US-Dollar. Höhere Co-Branded-Kreditkartengebühren, ein wachsender Zimmerbestand und der bessere RevPAR unterstützten die Gebührenentwicklung.
Gewinn und Entwicklungspipeline legen zu
Der ausgewiesene Nettogewinn stieg von 728 Millionen auf 794 Millionen US-Dollar. Der bereinigte Nettogewinn erreichte 790 Millionen US-Dollar nach 674 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie erhöhte sich von 2,47 auf 3,02 US-Dollar, während das bereinigte EBITDA um 12 Prozent auf 1,512 Milliarden US-Dollar zulegte. Die bereinigten Kennzahlen schließen unter anderem bestimmte Erstattungsumsätze, erstattete Aufwendungen und Wertminderungen aus.
Marriott nahm im Quartal rund 20.100 Zimmer netto in das weltweite System auf. Zum Quartalsende umfasste die Entwicklungspipeline 4.209 Hotels mit mehr als 634.000 Zimmern. 1.750 Projekte mit mehr als 278.000 Zimmern befanden sich im Bau, einschließlich Hotels, die in das Marriott-System wechseln sollen. Das Unternehmen meldete zudem rund 309 Millionen Mitglieder im Bonusprogramm Marriott Bonvoy.
Ausblick steigt deutlich
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Marriott nun ein weltweites RevPAR-Wachstum von 4,5 bis 5 Prozent. Zuvor hatte der Konzern 3 bis 3,5 Prozent in Aussicht gestellt. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll 12,07 bis 12,14 US-Dollar erreichen, das bereinigte EBITDA 6,075 bis 6,098 Milliarden US-Dollar. Die Bruttogebühren sollen um rund 13 Prozent auf 6,137 bis 6,145 Milliarden US-Dollar steigen.
Für das vierte Quartal stellt Marriott ein RevPAR-Wachstum von 4,5 bis 5 Prozent und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 3,14 bis 3,21 US-Dollar in Aussicht. Das Unternehmen rechnet mit anhaltend robuster Nachfrage in den USA und Kanada, weist aber auf mögliche geringfügige Belastungen durch die Zwischenwahlen im November hin. Als nächster regulärer Berichtstermin steht die Veröffentlichung der Zahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr 2026 an; ein Termin wurde in der geprüften Mitteilung nicht genannt.
Marriott International im Überblick
- Unternehmen: Marriott International, Inc.
- ISIN: US5719032022
- Ticker: MAR
- Heimatbörse: Nasdaq
- Kurs: 371,48 Euro bei Lang & Schwarz am 3. November 2026 um 13:19 Uhr
- Quartalsbericht: 2. November 2026, drittes Quartal 2026
Das internationale Marktumfeld für US-Aktien lässt sich über die aktuellen Marktberichte zum S&P 500 einordnen.
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