Microsoft-Aktie: Azure treibt starken Start ins GeschÀftsjahr
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 11:15 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWSMicrosoft setzt auf Cloud und KI
- Der Umsatz stieg im ersten GeschÀftsquartal um 19 Prozent auf 92,3 Milliarden US-Dollar.
- Azure wuchs um 48 Prozent, wÀhrend Microsoft Cloud um 30 Prozent zulegte.
- FĂŒr das zweite Quartal stellt das Management Azure-Wachstum von 49 bis 50 Prozent in Aussicht.
Microsoft hat am Mittwoch, 28. Oktober 2026, mit seinen Zahlen zum ersten GeschĂ€ftsquartal 2027 die Erwartungen ĂŒbertroffen. Der Konzern meldete fĂŒr die drei Monate bis zum 30. September einen Umsatz von 92,3 Milliarden US-Dollar, 19 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Microsoft Cloud wuchs um 30 Prozent auf 63,9 Milliarden US-Dollar. Die Microsoft-Investor-Relations-Mitteilung nennt zudem einen Anstieg des operativen Ergebnisses um 21 Prozent auf 45,9 Milliarden US-Dollar.
Der Realtime-Kurs der Microsoft-Aktie lag am Freitag, 30. Oktober 2026, um 11:07 Uhr bei Lang & Schwarz bei 470,70 Euro. Ein Tagesvergleich mit dem Xetra-Schlusskurs wird fĂŒr diesen Zeitpunkt nicht herangezogen.
Azure wird zum zentralen Wachstumstreiber
Azure steigerte den Umsatz um 48 Prozent auf 33,2 Milliarden US-Dollar. Microsoft weist den Umsatz der Cloud-Plattform inzwischen separat aus. Das GeschÀft profitierte laut Finanzchefin Amy Hood von einer hohen Nachfrage, Effizienzgewinnen in der Infrastruktur und einer besseren Auslastung vorhandener KapazitÀten.
Der Bereich Agents and Infra, der unter anderem Azure und Microsoft 365 Commercial umfasst, erzielte 76,8 Milliarden US-Dollar Umsatz und wuchs um 25 Prozent. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen erhöhten sich um 73 Prozent auf 677 Milliarden US-Dollar. Sie geben Microsoft eine umfangreiche vertragliche Grundlage fĂŒr kĂŒnftige Erlöse, sind aber kein Ersatz fĂŒr die tatsĂ€chliche Umsetzung der vereinbarten Leistungen.
KI-Ausbau belastet den freien Cashflow
Microsoft beschleunigt zugleich den Ausbau seiner Rechenzentren. Im Quartal lagen die Investitionsausgaben bei 45,2 Milliarden US-Dollar; rund drei Viertel entfielen auf kurzlebige Anlagen wie Prozessoren und Grafikchips. Der operative Cashflow erreichte 58 Milliarden US-Dollar, der freie Cashflow sank wegen der hohen Investitionen auf 18,6 Milliarden US-Dollar.
Konzernchef Satya Nadella verwies auf 24 neu hinzugekommene Rechenzentren in fĂŒnf Kontinenten. Microsoft will die vorhandene Infrastruktur effizienter nutzen und KapazitĂ€ten schneller in Betrieb nehmen. FĂŒr Anleger bleibt damit entscheidend, ob die steigenden Ausgaben fĂŒr KI-Hardware in dauerhaft höhere Erlöse und Margen umschlagen.
Ausblick setzt hohe Messlatte
FĂŒr das zweite GeschĂ€ftsquartal stellt Microsoft einen Umsatz zwischen 96,0 und 97,1 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Beim Azure-Umsatz erwartet das Management ein Wachstum von 49 bis 50 Prozent auf konstanter WĂ€hrungsbasis. Die Nachfrage ĂŒbersteige weiterhin das verfĂŒgbare Angebot, zugleich verschieben sich einzelne Lieferungen von Drittanbietern in die zweite HĂ€lfte des GeschĂ€ftsjahres.
Microsoft erwartet im zweiten Quartal Investitionsausgaben von mehr als 50 Milliarden US-Dollar und fĂŒr das Kalenderjahr ein Volumen von rund 170 Milliarden US-Dollar. Das Management rechnet dennoch damit, im GeschĂ€ftsjahr 2027 einen positiven freien Cashflow zu erzielen. Diese Kombination aus hohem Wachstum und hoher KapitalintensitĂ€t prĂ€gt die weitere Einordnung der Aktie.
Das Marktumfeld fĂŒr US-Technologiewerte bleibt fĂŒr Microsoft neben der operativen Entwicklung ein wichtiger Einflussfaktor; aktuelle Marktberichte zum S&P 500 liefern den breiteren Börsenkontext.
Den Realtime-Kurs der Microsoft-Aktie finden Anleger im laufenden Handel. Weitere Meldungen und Analysen zur Microsoft-Aktie ordnen die nÀchsten GeschÀftszahlen und den KI-Ausbau ein.
Microsoft Corporation
- ISIN: US5949181045
- Heimatbörse: Nasdaq
- Lang & Schwarz: 470,70 Euro am Freitag, 30. Oktober 2026, um 11:07 Uhr
- GeschÀftsquartal: Erstes Quartal des GeschÀftsjahres 2027, beendet am 30. September 2026
