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Motorenbauer Deutz nach Auftragsschub optimistischer - Aktie legt zu

Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 13:08 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der Motorenbauer Deutz DE0006305006 wird nach deutlichen Zuwächsen im dritten Quartal etwas optimistischer für das laufende Jahr.

Nach der vollzogenen Übernahme der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) sollen nun an die 8 Prozent des Umsatzes als bereinigter operativer Gewinn (bereinigtes Ebit) übrig bleiben. Das entspricht dem oberen Ende der bisherigen Spanne von 6,5 bis 8 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mit seiner Zwischenbilanz mitteilte. Der Umsatz soll weiter 2,3 bis 2,5 Milliarden Euro erreichen. An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an.

Die Deutz-Aktie legte bis zur Mittagszeit um rund vier Prozent auf 10,06 Euro zu und gehörte damit zu den stärksten Gewinnern im MDax DE0008467416, dem Index der mittelgroßen Werte. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier rund ein Fünftel gewonnen.

"Wir sind in einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld bei Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis erneut zweistellig gewachsen und haben unsere Profitabilität deutlich gesteigert", sagte Vorstandschef Sebastian Schulte mit Blick auf die ersten neun Monate des Jahres.

Im dritten Quartal steigerte Deutz den Auftragseingang um mehr als ein Drittel auf rund 631 Millionen Euro. Der Umsatz wuchs im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf fast 554 Millionen Euro. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn legte nach angepassten Zahlen um fast ein Viertel auf 38,5 Millionen Euro zu, sodass die entsprechende Rendite auf 7,0 Prozent wuchs.

Der Überschuss sank zwar um 44 Prozent auf knapp 7 Millionen Euro. Auf die ersten neun Monate gesehen verdoppelte er sich jedoch auf gut 40 Millionen Euro.

Die jüngste Übernahme stimmt den Vorstand auch zuversichtlich für das kommende Jahr. "Mit FFG an Bord entsteht ein führender Anbieter für militärische Fahrzeuge, Antriebe und Energielösungen - made in Germany", sagte Schulte. Bereits 2027 werde FFG dem Konzern einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro einbringen. Mehr als ein Fünftel dieses Erlöses soll dann als Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen übrig bleiben. Das Rüstungsgeschäft werde für Deutz damit zu einer tragenden Säule, sagte Schulte.

Die Übernahme von FFG war den Angaben zufolge die größte Transaktion in Deutz' Unternehmensgeschichte. Das Kölner Unternehmen baut sein Geschäft rund um Rüstung und Verteidigung aus. Dazu hatte Deutz zuletzt eine Vereinbarung mit dem US-Unternehmen Hypercraft geschlossen. Hypercraft entwickelt unter anderem unbemannte Bodenfahrzeuge. Deutz soll seine Erfahrung rund um Motoren und hybridelektrische Systeme in die Zusammenarbeit einbringen.

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de | DE0006305006 | ROUNDUP | boerse | 70463371 |