Insolvenzverfahren FTI Touristik GmbH - Geringe Beteiligung an GlÀubigerversammlung/ Fortschritte beim Verkauf werthaltiger Beteiligungen
20.11.2024 - 13:50:03 | dgap.de| Emittent / Herausgeber: MĂŒller-Heydenreich Bierbach & Kollegen / Schlagwort(e): Insolvenz 20.11.2024 / 13:50 CET/CEST FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Pressemitteilung Insolvenzverfahren FTI Touristik GmbH Geringe Beteiligung an GlĂ€ubigerversammlung/ Fortschritte beim Verkauf werthaltiger Beteiligungen Insolvenzverwalter und GlĂ€ubigerausschuss werden bestĂ€tigt Bisher Forderungen in Höhe von rund 840 Millionen Euro zur Insolvenztabelle angemeldet GlĂ€ubiger sollten Forderungen bis Ende 2025 anmelden Gute Fortschritte bei der Abwicklung des Konzerns/Erfolgreiche VerĂ€uĂerung weiterer Unternehmensbeteiligungen  MĂŒnchen, 20. November 2024 â Die erste GlĂ€ubigerversammlung des insolventen Reiseveranstalters FTI Touristik GmbH ist bei den GlĂ€ubigern auf sehr geringes Interesse gestoĂen. Nur rund 20 Personen kamen am Mittwoch zu dem Berichtstermin in die Freiheitshalle in MĂŒnchen, um den ausfĂŒhrlichen Bericht des Insolvenzverwalters Axel Bierbach von der Kanzlei MĂŒller-Heydenreich Bierbach & Kollegen (MĂŒnchen) zu hören. Es handelte sich vor allem um Vertreter der GroĂglĂ€ubiger und um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des insolventen Unternehmens. Die rund 290.000 KundenglĂ€ubiger der FTI Touristik GmbH waren so gut wie nicht vertreten. Insolvenzverwalter Bierbach wurde einvernehmlich in seinem Amt als Insolvenzverwalter der FTI Touristik GmbH bestĂ€tigt. Der GlĂ€ubigerausschuss wurde ebenfalls bestĂ€tigt. âDie sehr geringe Zahl der Teilnehmer an der heutigen Versammlung zeigt, dass sich die ehemaligen Kunden von FTI insgesamt gut informiert und vertreten fĂŒhlenâ, sagte Bierbach. Dies spiegelt sich auch in der Zahl der Kundenanfragen bei FTI wider: Nach einem anfĂ€nglichen Ansturm infolge der Insolvenz ist die Zahl der telefonischen und schriftlichen Anfragen ehemaliger FTI-Kunden kontinuierlich zurĂŒckgegangen. WĂ€hrend im Zeitraum der vorlĂ€ufigen Insolvenzverwaltung von Anfang Juni bis Ende August fast 26.000 Anrufe bei FTI eingingen, waren es seit der Verfahrenseröffnung Anfang September nur noch rund 7.000 Anrufe. Alle Fragen konnten innerhalb kurzer Zeit beantwortet werden. âViele Kunden Ă€uĂern sich sehr zufrieden mit der UnterstĂŒtzung, die sie von FTI erhaltenâ, sagte Bierbach. Die GlĂ€ubiger können seit der Eröffnung der Insolvenzverfahren ĂŒber das Vermögen der FTI Touristik GmbH und der BigXtra Touristik GmbH ihre Forderungen zur Insolvenztabelle anmelden. Dies betrifft Kunden, die Einzelleistungen bei FTI Touristik, BigXtra oder der Marke 5vorFlug gebucht haben, sowie alle anderen Leistungspartner und GlĂ€ubiger der beiden insolventen Unternehmen. Seit der Verfahrenseröffnung hat der Insolvenzverwalter mehr als 290.000 bekannte GlĂ€ubiger der FTI Touristik GmbH und knapp 60.000 GlĂ€ubiger der BigXtra GmbH schriftlich aufgefordert, ihre Forderungen elektronisch ĂŒber das Verfahrensportal https://fti-inso.de zur Insolvenztabelle anzumelden. GlĂ€ubiger sollten ihre Forderungen spĂ€testens im Jahr 2025 anmelden Wie Bierbach mitteilte, haben bislang knapp 69.000 GlĂ€ubiger von der Möglichkeit der elektronischen Anmeldung Gebrauch gemacht und Forderungen in einer Höhe von insgesamt mehr als 276 Millionen Euro angemeldet. Diese im VerhĂ€ltnis zu den angeschriebenen Kunden geringe Zahl fĂŒhrt Bierbach darauf zurĂŒck, dass die Kunden verstanden hĂ€tten, dass sie zunĂ€chst die erfolgversprechenden Erstattungsmöglichkeiten, wie z.B. ĂŒber den Deutschen Reisesicherungsfonds (DRSF), versuchen sollten. DarĂŒber hinaus haben 565 GlĂ€ubiger Forderungen in einer Gesamthöhe von mehr als 564 Millionen Euro auf dem Postweg angemeldet. Die ForderungsprĂŒfung wurde wegen der groĂen Zahl von Forderungsanmeldungen zunĂ€chst auf Ende Februar 2025 vertagt. Sie wird voraussichtlich in mehreren PrĂŒfterminen ĂŒber das Jahr 2025 hinweg stattfinden. Zudem mĂŒsse kein GlĂ€ubiger befĂŒrchten, eine Frist zu versĂ€umen, da die Anmeldefrist keine Ausschlussfrist sei, betonte Bierbach. âGlĂ€ubiger können ihre Forderungen noch wĂ€hrend der gesamten Verfahrensdauer anmeldenâ, so der Insolvenzverwalter. FĂŒr Forderungsanmeldungen, die ab dem Jahr 2026 eingehen, wird allerdings eine NachmeldegebĂŒhr fĂ€llig. Bierbach appellierte daher an die GlĂ€ubiger, ihre Forderungen spĂ€testens im kommenden Jahr anzumelden. Bei der GlĂ€ubigerversammlung berichtete Bierbach ausfĂŒhrlich ĂŒber die HintergrĂŒnde der FTI-Insolvenz, die Ereignisse im Zeitraum der vorlĂ€ufigen Insolvenzverwaltung und die bisherige TĂ€tigkeit seit der Verfahrenseröffnung. Er gab auch einen Ăberblick ĂŒber den aktuellen Stand des Verfahrens und ĂŒber die laufenden BemĂŒhungen zum Verkauf werthaltiger GeschĂ€ftsbereiche, Beteiligungen und Anlagevermögen. âWir haben bereits sehr viel erreicht und machen bei der Abwicklung in diesem komplexen Verfahren gute Fortschritte. Das Management von FTI und die rund 100 verbliebenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in 27 verschiedenen Teams diverse Abwicklungsaufgaben im Konzern ĂŒbernehmen, leisten dazu einen wertvollen Beitragâ, so Bierbach. VerĂ€uĂerung von Unternehmensbeteiligungen geht gut voran Der Verkauf von werthaltigen GeschĂ€ftsbereichen und Vermögenswerten der FTI GROUP verlĂ€uft ebenfalls erfolgreich. Im Zuge des Insolvenzverfahrens hat der Insolvenzverwalter, der bei allen M&A-Transaktionen von der US-Investmentbank Stifel als exklusivem Finanzberater der FTI GROUP begleitet wird, bereits mehrere Unternehmensbeteiligungen an verschiedene strategische Investoren verĂ€uĂert. Dazu zĂ€hlen die Anteile an der TVG Touristik Vertriebsgesellschaft mbH, der IT-Dienstleister Anixe, das Servicecenter erf24 touristic services GmbH in Erfurt, der Luxusreiseveranstalter WINDROSE Finest Travel GmbH sowie die Marke 5vor Flug. Die VerkĂ€ufe erfolgen in kompetitiven und international angelegten Prozessen mit dem Ziel, diejenigen KĂ€ufer fĂŒr die Vermögenswerte zu finden, die einen möglichst weitreichenden Erhalt von ArbeitsplĂ€tzen in den betroffenen Einheiten und gleichzeitig attraktive Verkaufspreise aus Sicht der GlĂ€ubiger sicherstellen. Bei der VerĂ€uĂerung des Hotelportfolios der Gruppe hat die Insolvenzverwaltung einen ersten Meilenstein erreicht: Vor wenigen Tagen konnte ein Vier-Sterne-Hotel auf der griechischen Insel Kos erfolgreich an die Hotelkette White Olive Hotels verkauft und damit der Fortbestand des Hotels mit 338 Zimmern gesichert werden. Ăber den Verkauf weiterer FTI-eigener Hotelbetriebe gibt es intensive Verhandlungen, die zĂŒgig zum Abschluss gebracht werden sollen. Die gesamten Verkaufserlöse lassen sich noch nicht genau beziffern. Die Aussichten fĂŒr die GlĂ€ubiger, viel Geld zurĂŒckzuerhalten, sind jedoch nicht gut: Bierbach bekrĂ€ftigte seine frĂŒheren Aussagen, dass am Ende des Insolvenzverfahrens voraussichtlich nur eine geringe Quote herauskommen werde und sich das Verfahren und die ForderungsprĂŒfungen angesichts der groĂen Zahl der GlĂ€ubiger ĂŒber einige Jahre hinziehen werde.  Forderungsanmeldungen können ĂŒber das Verfahrensportal https://fti-inso.de (mit oder ohne PIN) erfolgen. FĂŒr Kundenanfragen zu den Forderungsanmeldungen stehen weiterhin folgende Kontaktadressen zur VerfĂŒgung: E-Mail: fti@mhbk.de, Hotline: +49 89 2525 4000.  Ăber MĂŒller-Heydenreich Bierbach & Kollegen Die Kanzlei MĂŒller-Heydenreich Bierbach & Kollegen (www.mhbk.de) ist eine seit vielen Jahren auf Sanierung und Insolvenzverwaltung spezialisierte SozietĂ€t von RechtsanwĂ€lten mit Standorten in ganz Bayern. Insgesamt sechs Verwalter bearbeiten Insolvenzverfahren an zahlreichen Amtsgerichten in Bayern und ThĂŒringen. Zu den besonderen StĂ€rken der Kanzlei zĂ€hlen neben der ĂŒbertragenden Sanierung auch das Insolvenzplanverfahren, die Eigenverwaltung sowie Konzern- und Gruppeninsolvenzen. Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Axel W. Bierbach ist spezialisiert auf BetriebsfortfĂŒhrungen und Sanierungen in einem breiten Branchenspektrum und verfĂŒgt dabei ĂŒber langjĂ€hrige Erfahrung. In der Touristikbranche hat er u.a. die Insolvenzen des Reiseveranstalters IPM Service & Reisen GmbH (Vertriebspartner u.a. von Tchibo-Reisen), der VIVA Sportreisen GmbH und des Tourismusverbands MĂŒnchen- Oberbayern e.V. betreut. Bierbach ist Mitglied im Verband Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands e.V. (www.vid.de) sowie im Gravenbrucher Kreis, dem Zusammenschluss der fĂŒhrenden, ĂŒberregional tĂ€tigen Insolvenzverwalter und Sanierungsexperten Deutschlands, die gemÀà dem exklusiven Standard InsO Excellence handeln (www.gravenbrucher-kreis.de). In den aktuellen Branchen-Rankings von JUVE, The Legal 500, Best Lawyers und WirtschaftsWoche wird Bierbach als Top-Anwalt empfohlen.  Pressekontakt Kanzlei MĂŒller-Heydenreich Bierbach & Kollegen Nicole Huss E-Mail: presse@mhbk.de  FTI-Insolvenzverwalter Axel Bierbach   Veröffentlichung einer Mitteilung, ĂŒbermittelt durch EQS Group AG. Medienarchiv unter https://www.eqs-news.com. 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