Murata Manufacturing-Aktie hebt Ausblick nach starkem Halbjahr an
Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 10:23 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSStarker Halbjahresgewinn verändert Ausblick
- Murata steigerte Umsatz und operativen Gewinn im ersten Halbjahr deutlich.
- Rechenzentren, höhere Produktionsmengen und ein besserer Produktmix treiben die Prognoseanhebung.
- Der Konzern plant umfangreiche Investitionen in die Fertigung von Mehrschicht-Keramikkondensatoren.
Murata Manufacturing hat am 30. Oktober 2026 nach einem starken ersten Halbjahr die Prognose für das bis März 2027 laufende Geschäftsjahr angehoben. Investing.com führt die Entwicklung auf die Nachfrage nach Komponenten für Rechenzentren, höhere Produktionsmengen und einen günstigeren Produktmix zurück.
Halbjahr bringt kräftigen Gewinnsprung
In den sechs Monaten bis Ende September stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 20,8 Prozent auf 1,090764 Billionen japanische Yen. Der operative Gewinn legte um 48,9 Prozent auf 245,907 Milliarden Yen zu. Der den Eigentümern zurechenbare Gewinn erhöhte sich um 40,6 Prozent auf 186,152 Milliarden Yen.
Auch das zweite Quartal trug deutlich zum Wachstum bei. Der Quartalsumsatz erreichte 588,50 Milliarden Yen und lag damit 20,9 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn wuchs um 42,4 Prozent auf 147,45 Milliarden Yen, der zurechenbare Gewinn um 26,7 Prozent auf 104,78 Milliarden Yen.
Rechenzentren stützen neue Prognose
Murata erwartet für das Geschäftsjahr bis März 2027 nun 2,26 Billionen Yen Umsatz. Die bisherige Prognose hatte bei 2,11 Billionen Yen gelegen. Für den operativen Gewinn rechnet der Konzern mit 520 Milliarden Yen nach zuvor 430 Milliarden Yen; der Ausblick für den zurechenbaren Gewinn wurde von 338 Milliarden auf 396 Milliarden Yen angehoben.
Als wichtigen Treiber nennt Murata die weiter steigende Nachfrage im Zusammenhang mit Rechenzentren. Höhere Auslastung und Produktionsmengen sollen den operativen Hebel verstärken, während der Produktmix zusätzlich auf die Marge wirken soll. Die Investitionsplanung für das laufende Geschäftsjahr steigt von 255 Milliarden auf 270 Milliarden Yen.
Besonders dynamisch entwickelte sich das Kondensatorgeschäft, zu dem auch mehrschichtige Keramikkondensatoren gehören. Der Umsatz dieser Kategorie nahm im ersten Halbjahr um 33,1 Prozent auf 605,58 Milliarden Yen zu. Im Bereich computerbezogener Anwendungen lag das Plus bei 61,2 Prozent auf 235,11 Milliarden Yen.
Investitionszyklus erhöht Ausführungslast
Murata will von 2026 bis 2030 insgesamt rund 1 Billion Yen in den Ausbau der weltweiten Fertigung von Mehrschicht-Keramikkondensatoren investieren. Der Konzern verbindet den Plan mit dem Ziel, den Umsatz des MLCC-Geschäfts bis 2030 auf mindestens das Doppelte des Geschäftsjahres 2025 zu steigern.
Für Anleger verschiebt sich damit der Fokus von der bisherigen Erholung auf die Umsetzung des Kapazitätsausbaus. Die angehobenen Ziele zeigen die Chancen durch den Ausbau von KI-Infrastruktur, erhöhen aber zugleich die Bedeutung von Auslastung, Produktmix und der Dauerhaftigkeit der Nachfrage.
Der Realtime-Kurs der Murata Manufacturing-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 10:11 Uhr bei Lang & Schwarz bei 34,21 Euro.
Murata Manufacturing im Überblick
- Unternehmen: Murata Manufacturing Co., Ltd.
- ISIN: JP3914400001
- Ticker: 6981
- Heimatbörse: Tokio
- Kurs: 34,21 Euro bei Lang & Schwarz, 4. November 2026, 10:11 Uhr Berliner Zeit
- Halbjahresumsatz: 1,090764 Billionen Yen, plus 20,8 Prozent
- Halbjahres-operativer Gewinn: 245,907 Milliarden Yen, plus 48,9 Prozent
Das Marktumfeld in Japan bleibt für die Einordnung der Murata Manufacturing-Aktie maßgeblich; Anleger können die Entwicklung am Nikkei 225 verfolgen.
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