Novartis-Aktie: Prognose steigt trotz Milliarden-Abschreibung
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 10:27 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSQuartalszahlen und Pipeline im Fokus
- Novartis hob nach einem umsatzstarken dritten Quartal die Prognose für das operative Kernergebnis an.
- Eine Milliarden-Abschreibung drückte das berichtete Ergebnis, während die bereinigte operative Entwicklung zulegte.
- Remibrutinib senkte in zwei Phase-III-Studien die Rückfallrate bei Multipler Sklerose, blieb bei der Wirkung aber hinter den Analystenerwartungen zurück.
Novartis hat in der abgelaufenen Börsenwoche mit einer höheren Gewinnprognose und neuen Studienergebnissen für den Wirkstoff Remibrutinib für Anleger relevante Impulse geliefert. Der Realtime-Kurs der Novartis-Aktie lag am Samstag, 31. Oktober 2026, um 10:24 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 144,14 Euro.
Prognose steigt trotz Ergebnisbelastung
Am 27. Oktober meldete Novartis für das dritte Quartal einen Umsatzanstieg um 4 Prozent auf 14,522 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte operative Ergebnis legte um 10 Prozent zu konstanten Wechselkursen zu. Der Konzern hob daraufhin die Erwartung für das operative Kernergebnis 2026 an: Statt eines Rückgangs im niedrigen einstelligen Prozentbereich wird nun eine Entwicklung von stabil bis zu einem Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet.
Das berichtete Ergebnis fiel deutlich schwächer aus. Eine Abschreibung von 1,9 Milliarden US-Dollar auf den Wirkstoffkandidaten Del-desiran trug dazu bei, dass das operative Ergebnis um 61 Prozent zu konstanten Wechselkursen sank. Die bereinigte Entwicklung zeigt damit ein anderes Bild als die nach IFRS ausgewiesenen Größen. Die Reuters berichtete zudem, dass die bereinigte operative Entwicklung die Analystenerwartungen übertraf.
Remibrutinib bleibt wichtiger Pipelinefaktor
Am 23. Oktober präsentierte Novartis Phase-III-Ergebnisse zu Remibrutinib bei schubförmiger Multipler Sklerose. Der Wirkstoff reduzierte die jährliche Rückfallrate gegenüber Teriflunomid in zwei Studien um 35,2 beziehungsweise 31,2 Prozent. Laut Reuters lagen die Ergebnisse damit unter den zuvor erwarteten 45 bis 60 Prozent. Novartis verwies zugleich auf ein günstiges Sicherheitsprofil ohne beobachtetes Lebersignal.
Für die weitere Einordnung bleibt entscheidend, ob Remibrutinib neben der Rückfallkontrolle auch bei Zulassung und Markteinführung einen relevanten Beitrag zum Wachstum leisten kann. Die Quartalszahlen zeigen bereits, dass die Nachfrage nach etablierten Wachstumsträgern wie Kisqali, Kesimpta und Scemblix die Belastungen durch Generika teilweise ausgleicht. Die Novartis-Mitteilung nennt für das dritte Quartal unter anderem ein Wachstum von 37 Prozent bei Kisqali und 22 Prozent bei Kesimpta zu konstanten Wechselkursen.
Novartis im Anlegerfokus
- Unternehmen: Novartis AG
- ISIN: CH0012005267
- Lang & Schwarz: 144,14 Euro am Samstag, 31. Oktober 2026, um 10:24 Uhr Berliner Zeit
- Q3-Umsatz: 14,522 Milliarden US-Dollar, plus 4 Prozent
- Q3-Kernbetriebsergebnis: 6,036 Milliarden US-Dollar, plus 10 Prozent zu konstanten Wechselkursen
Das Marktumfeld für Schweizer Standardwerte lässt sich über den SMI verfolgen.
