Novartis, TumorfÀlle

Novartis meldet TumorfÀlle bei Kindern nach Zolgensma-Behandlung

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 14:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Novartis CH0012005267 hat weltweit neun TumorfÀlle bei Kindern gemeldet, die zuvor mit der Gentherapie Zolgensma gegen eine seltene erbliche Muskelerkrankung behandelt worden waren.

In zwei FÀllen gibt es Hinweise auf einen Zusammenhang mit der Behandlung. Die 2019 als medizinischer Durchbruch gefeierte Therapie gerÀt damit wegen möglicher Sicherheitsrisiken in den Fokus.

Wie Novartis in einer Stellungnahme mitteilte, gingen seit der Erstzulassung von Zolgensma im Jahr 2019 neun Meldungen ĂŒber Tumore bei behandelten Kindern ein. In zwei FĂ€llen sei genetisches Material des fĂŒr die Therapie verwendeten Transportmittels, des sogenannten Vektors, in der DNA der Patienten nachgewiesen worden. Beide betroffenen Kinder seien behandelt worden und wĂŒrden weiterhin medizinisch ĂŒberwacht.

Zolgensma wird zur Behandlung der spinalen Muskelatrophie (SMA) eingesetzt. Bei dieser seltenen Erbkrankheit sterben Nervenzellen ab, wodurch die Muskeln zunehmend schwÀcher werden. Das Besondere an der Therapie: Sie wird Kindern unter zwei Jahren einmalig als Infusion verabreicht und schleust eine funktionsfÀhige Kopie des defekten Gens in die Zellen ein. Damit setzt sie direkt an der Ursache der Krankheit an.

FĂŒr Schlagzeilen sorgte Zolgensma bei seiner MarkteinfĂŒhrung 2019 auch wegen seines Preises: Mit rund 2,1 Millionen Dollar pro Behandlung je nach Land und Region galt es damals als teuerstes Medikament der Welt.

Bislang wurden die Tumore von drei der neun betroffenen Kinder genauer untersucht, wie die britische Patientenorganisation SMA UK auf ihrer Internetseite schreibt. WÀhrend bei zwei davon eine Integration von Vektor-DNA nachgewiesen wurde, scheint bei einem dritten Tumor kein Zusammenhang mit der Behandlung zu bestehen. Die Informationen zu den betroffenen Kindern seien bislang begrenzt. Weitere Angaben der Zulassungsbehörden werden erwartet.

Laut Novartis haben seit der Zulassung weltweit mehr als 6.000 Patienten im Rahmen klinischer Studien, spezieller Zugangsprogramme und regulĂ€rer Behandlungen Zolgensma erhalten. Der Konzern prĂŒfe laufend neue Sicherheitsinformationen und alle gemeldeten FĂ€lle. Das potenzielle Risiko einer Tumorbildung durch den Einbau von Vektor-DNA in das Erbgut sei bereits in der Fachinformation zu Zolgensma aufgefĂŒhrt, betonte Novartis.

Disclaimer...
de | CH0012005267 | NOVARTIS | boerse | 70470035 |