VARTA AG: StaRUG-Verfahren steht auf der Kippe, bislang keine Lösung zur Einbindung ALLER AktionÀre
30.09.2024 - 09:20:13| Emittent / Herausgeber: One Square Advisors GmbH / Schlagwort(e): Kapitalrestrukturierung/Delisting 30.09.2024 / 09:20 CET/CEST FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.  GesprĂ€che mit Vertretern der Gesellschaft fĂŒhrten bislang nicht zu einer konsensualen Lösung Beteiligung der KleinaktionĂ€re weder âgewĂŒnschtâ noch vorgesehen Vertreter der KleinaktionĂ€re weiterhin zur Einigung bereit Ausschöpfung aller rechtlichen Mittel  MĂŒnchen, 30. September 2024 â Nach wie vor werden knapp 50% der EigentĂŒmer des Unternehmens (die freien AktionĂ€re) nicht in den Prozess der Sanierung und der finanziellen Neuausrichtung der Gesellschaft einbezogen. Vielmehr teilte die VARTA AG mit Nachricht vom 18. September 2024 erneut mit, sich mit den wesentlichen Kredit- und Eigenkapitalgebern ĂŒber das Sanierungskonzept geeinigt zu haben. Daher geht man auf Seiten der Gesellschaft davon aus, dass die erforderlichen Mehrheiten fĂŒr die Zustimmung im StaRUG-Verfahren zu dem vorzuschlagenden Restrukturierungsplan gesichert und damit alle KleinaktionĂ€re ausgeschlossen sind. Zuletzt wurde den Vertretern der freien AktionĂ€re mitgeteilt, der VARTA AG selbst sei zwar an der Einbindung aller AktionĂ€re in die geplanten MaĂnahmen gelegen und man habe verschiedene AnsĂ€tze geprĂŒft, um alle AktionĂ€re auch in Zukunft zu beteiligen. Allerdings habe es jedoch einen unĂŒberwindlichen Widerstand auf Seiten der GlĂ€ubiger und der Kapitalgeber gegeben, die einen Ausschluss der KleinaktionĂ€re angeblich verlangen.  Obwohl auch die freien AktionĂ€re bereit sind, ihren Beitrag zur Sanierung der VARTA AG zu leisten, werden sie nach dem angeblichen Wunsch ihrer GlĂ€ubiger und GroĂaktionĂ€re ohne weitere BegrĂŒndung enteignet. WĂ€hrend der heutige GroĂaktionĂ€r und als Aufsichtsratsvorsitzender fĂŒr die Krise Mitverantwortlicher die volle Wertaufholung erhalten soll, gehen die freien AktionĂ€re komplett leer aus. Der eigentliche Grund liegt wohl darin, dass man auf Seiten der Berater des Unternehmens und seiner GroĂaktionĂ€re glaubt, dass das StaRUG eine solche Enteignung trĂ€gt. Diese eklatante, auch durch das StaRUG nicht angelegte oder gar gerechtfertigte Ungleichbehandlung aller AktionĂ€re stellt den Erfolg der gesamten Restrukturierung und das geplante StaRUG-Verfahren in Frage, sofern nicht doch eine Einigung gefunden werden kann. Mit der auf eine Enteignung der freien AktionĂ€re abzielenden Strategie der Berater des Unternehmens gefĂ€hrdet man nicht nur bewusst das Sanierungsverfahren, sondern auch den Bestand der VARTA AG. Das BĂŒndnis âFreie Varta AktionĂ€reâ bestehend aus DSW (Deutsche Schutzvereinigung fĂŒr Wertpapierbesitz e.V.), den Anwaltskanzleien Nieding + Barth und K&L Gates sowie One Square setzt sich weiter fĂŒr die Rechte der freien AktionĂ€re ein und ist nach wie vor bereit, sich auĂergerichtlich auf einen Sanierungskurs zu einigen. Die Initiative des Restrukturierungsbeauftragten aufgreifend sieht das BĂŒndnis folgende Möglichkeiten einer Einigung:  Teilnahme der freien AktionĂ€re an der Kapitalerhöhung mittels Bezugsrechts Ankauf der Bezugsrechte durch die âNeuâ-AktionĂ€re zu einem angemessenen Preis Ankauf der Free-Float-Aktien zu einem angemessenen Kurs zzgl. einer PrĂ€mie fĂŒr den Verzicht auf GegenmaĂnahmen (eingesparte OpportunitĂ€tskosten)  Eine Einigung wĂŒrde der Gesellschaft erhebliche OpportunitĂ€tskosten (Kosten fĂŒr Rechtstreitigkeiten, Verzögerung des Plans bis hin zum Scheitern des Plans) einsparen. Diese Einsparungen mĂŒssen bei der Berechnung der Angemessenheit des Preises oder des Kurses, zu dem die KleinaktionĂ€re rausgekauft oder abgefunden werden, BerĂŒcksichtigung finden. FĂŒhrt keiner dieser VorschlĂ€ge zu einer einvernehmlichen Lösung und scheitern auch die weiteren GesprĂ€che, wird das BĂŒndnis alle rechtlichen Mittel, die die deutsche Rechtsordnung vorsieht, ausschöpfen und zeitnah GegenmaĂnahmen einleiten, die die Insolvenzgefahr fĂŒr die VARTA AG deutlich steigen lassen. Damit besteht die Gefahr, eines weiteren Ausverkaufs deutscher Technologie und des Fortfalls vieler ArbeitsplĂ€tze, wie wir es ganz aktuelle im Fall Leoni gesehen haben  Kontakt: DSW - Deutsche Schutzvereinigung fĂŒr Wertpapierbesitz e.V Email: [email protected]  One Square Advisors GmbH E-Mail: [email protected]                Veröffentlichung einer Mitteilung, ĂŒbermittelt durch EQS Group AG. Medienarchiv unter https://www.eqs-news.com. FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. |

