Prozess um Millionen-Schaden durch Kreditbetrug mit Autos
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 17:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Staatsanwaltschaft wirft acht MĂ€nnern aus Ostwestfalen bandenmĂ€Ăiges Vorgehen vor. Dabei sollen die beiden HaupttĂ€ter Darlehen zur Finanzierung von nicht existierenden Neuwagen erhalten haben.
Den Schaden bezifferte die Staatsanwaltschaft in der knapp zweistĂŒndigen Anklageverlesung auf 2,1 Millionen Euro. In einem Erörterungstermin vor Prozesstermin hatte die Staatsanwaltschaft dem Gericht mitgeteilt, dass sie fĂŒr einen der Hauptangeklagten eine Haftstrafe von sechs Jahren und drei bis neun Monaten fordern werde.
VerfÀlschte Kfz-Blankodokumente
Bei dem Betrug haben sich die HaupttÀter die Kredite auszahlen lassen und eine Vermittlerprovision an die Mitarbeiter von AutohÀusern gezahlt. Um die Banken zu tÀuschen, soll die Gruppe verfÀlschte Kfz-Blankodokumente eingesetzt haben, mit denen sie die Existenz der zu finanzierenden Fahrzeuge vortÀuschte. Die genaue Vorgehensweise ist laut Anklage bis heute nicht geklÀrt.
Ob sich die Angeklagten aus GĂŒtersloh, Herford, Harsewinkel, Detmold, Rheda-WiedenbrĂŒck und Halle in Westfalen im Alter zwischen 26 und 46 Jahren an den kommenden Prozesstagen Ă€uĂern werden, blieb zum Auftakt offen. Das Landgericht hat bis Mitte Februar Termine angesetzt. Einer der Verteidiger beantragte, dass vor einer speziellen Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts verhandelt werden soll. Ăber diesen Antrag muss das Gericht noch entscheiden.
