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Aktienhandel bleibt für BNP Paribas wichtiger Treiber - Aktienrückkäufe

Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 13:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die französische Großbank BNP Paribas FR0000131104 profitiert weiterhin von starken Geschäften im Handel mit Aktien und Wertpapieren.

In diesem Bereich legten die Erträge im dritten Quartal im Jahresvergleich um 50 Prozent zu, wie die Bank am Mittwoch in Paris mitteilte. Jean-Laurent Bonnafe, der das Geldhaus seit eineinhalb Jahrzehnten führt, hatte gerade diesen Bereich ausgebaut. Er bestätigte die Konzernprognose für das laufende Jahr sowie die mittelfristigen Ziele für 2028. Weiterhin wurden Aktienrückkäufe über 1,3 Milliarden Euro angekündigt. Das kam an der Börse aber nur zwischenzeitlich gut an.

Ginge es nach Analystin Anke Reingen von der kanadischen RBC Capital, hätte das Volumen des angekündigten Rückkaufprogramms umfangreicher ausfallen können. Es spreche aber für das Vertrauen der Franzosen in die Geschäftsaussichten.

Die BNP-Aktie legte in den ersten Handelsstunden um 3 Prozent zu, rutsche dann aber ins Minus und notierte am späteren Mittag gut ein halbes Prozent tiefer. So konstatierte Branchenexperte Christian Götz von der Landesbank Baden-Württemberg, dass das operative Umfeld ungeachtet der soliden Zahlen schwierig bleibe. "Die Frankreich-Problematik wird so schnell nicht wieder verschwinden." Im Vergleich zu anderen französischen Banken sei der Ergebnisbeitrag des heimischen Privatkundengeschäfts bei der BNP aber eher gering, so Götz. Das diversifizierte Geschäftsmodell zahle sich aus.

Die politische und wirtschaftliche Lage in Frankreich ist angespannt. Erst am Dienstag hatten Daten der Statistikbehörde Insee gezeigt, dass das Verbrauchervertrauen wegen der Sorgen über die finanzielle Lage infolge der jüngsten Preisanstiege und Ausschreitungen sowie der steigenden Arbeitslosigkeit überraschend sank. Der entsprechende Index liegt schon seit vielen Jahren unter dem langjährigen Durchschnitt, im Oktober fiel der Index zudem auf das tiefste Niveau seit 2013 zurück.

Ansonsten hatten die Analysten vor allem für das starke Investmentbanking-Geschäft viel Lob übrig. In anderen Aspekten sahen die Experten aber auch Grund zur Kritik. So merkte etwa Jefferies-Analyst Joseph Dickerson an: Das Investmentbanking habe bemerkenswert stark abgeschnitten, wogegen das Vorsteuerergebnis in den meisten Sparten enttäuscht habe.

Insgesamt zogen die Erträge der BNP Paribas im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um fast 10 Prozent auf knapp 13,8 Milliarden Euro an und damit stärker als die Kosten, sodass sich der operative Gewinn sogar um fast 18 Prozent auf rund 4,8 Milliarden Euro verbesserte. Unterm Strich verdienten die Franzosen mit knapp 3,5 Milliarden Euro 13,5 Prozent mehr und damit deutlich mehr als von Analysten erwartet.

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