Sandoz, CH1243598427

Sandoz-Aktie: Biosimilars wachsen, Umsatzprognose sinkt auf 5 bis 6 Prozent

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 12:42 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Sandoz meldet kräftiges Biosimilar-Wachstum und kurzfristige Lieferengpässe in Europa. Die Sandoz-Aktie bleibt nach dem Quartalsbericht im Anlegerfokus.

Wachstum und Ausblick im Fokus

  • Sandoz steigerte den Umsatz im dritten Quartal währungsbereinigt um 5 Prozent.
  • Biosimilars legten währungsbereinigt um 17 Prozent zu und erreichten 34 Prozent des Quartalsumsatzes.
  • Lieferengpässe und schwierigere Marktbedingungen in Deutschland belasteten den Umsatzausblick.
Sandoz, CH1243598427, Illustration mit AI erstellt.

Sandoz hat am Mittwoch, 28. Oktober 2026, für das dritte Quartal und die ersten neun Monate Zahlen vorgelegt. Nach der Mitteilung von Sandoz Group AG wuchs der Nettoumsatz im dritten Quartal währungsbereinigt um 5 Prozent auf 2,942 Milliarden US-Dollar. Zugleich wurde der Ausblick für das Gesamtjahr enger gefasst.

Biosimilars bleiben Wachstumstreiber

Die Biosimilar-Umsätze stiegen im Quartal währungsbereinigt um 17 Prozent auf 998 Millionen US-Dollar. Damit entfielen 34 Prozent des Quartalsumsatzes auf das Geschäft mit Nachahmerpräparaten biologischer Arzneimittel. Die Generika-Umsätze blieben währungsbereinigt stabil und erreichten 1,944 Milliarden US-Dollar.

Für die ersten neun Monate meldete Sandoz einen Nettoumsatz von 8,703 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem währungsbereinigten Anstieg von 5 Prozent. Die Biosimilar-Umsätze legten in diesem Zeitraum währungsbereinigt um 19 Prozent auf 2,873 Milliarden US-Dollar zu, während die Generika-Umsätze um 1 Prozent nachgaben.

Lieferengpässe bremsen Umsatzperspektive

Nach Unternehmensangaben führte die starke Volumennachfrage im dritten Quartal zu kurzfristigen Lieferengpässen bei Biosimilars in Europa und in internationalen Märkten. Zudem waren die vorübergehenden Marktbedingungen in Deutschland schwieriger als erwartet. Diese Faktoren veranlassten Sandoz, die Prognose für das Umsatzwachstum 2026 auf 5 bis 6 Prozent zu verengen. Zuvor hatte der Konzern ein Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt.

Gleichzeitig hob Sandoz die Prognose für die bereinigte Kern-EBITDA-Marge an. Sie soll 2026 nun 23,0 bis 23,5 Prozent erreichen. Zuvor war ein Anstieg um rund 100 Basispunkte gegenüber der Marge von 21,7 Prozent im Jahr 2025 erwartet worden. Als Gründe nannte das Unternehmen einen günstigeren Umsatzmix und eine stärkere operative Entwicklung.

Die Entwicklung zeigt damit ein gemischtes Bild: Das margenstärkere Biosimilar-Geschäft wächst dynamisch, stößt kurzfristig aber auf Kapazitäts- und Liefergrenzen. Für die Aktie bleibt entscheidend, ob Sandoz die Nachfrage in den kommenden Quartalen bedienen und die Umsatzdynamik in Deutschland stabilisieren kann.

Aktie über dem Xetra-Schluss

Der Realtime-Kurs der Sandoz-Aktie lag am Dienstag, 3. November 2026, um 12:37 Uhr bei Lang & Schwarz bei 89,45 Euro, 1,07 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Montag, 2. November, bei 88,50 Euro.

Sandoz Group im Überblick

  • Unternehmen: Sandoz Group AG
  • ISIN: CH1243598427
  • Ticker: SDZ an der SIX
  • Lang & Schwarz: 89,45 Euro am 3. November 2026, 12:37 Uhr
  • Xetra-Schluss: 88,50 Euro am 2. November 2026
  • 52-Wochen-Spanne: 80,74 bis 92,50 Euro
  • Sektor: Gesundheitswesen

Im Schweizer Marktumfeld richtet sich der Blick auf den SMI und die Entwicklung der dort gelisteten Pharmawerte.

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