Savills: TOP-6-BĂROMĂRKTE: NUTZER ZWISCHEN KOSTENDRUCK UND HOHEN ANFORDERUNGEN
08.01.2025 - 12:15:06| Emittent / Herausgeber: Savills Immobilien Beratungs-GmbH / Schlagwort(e): Immobilien/Research Update 08.01.2025 / 12:15 CET/CEST FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. 08. Januar 2025 Top-6-BĂŒromĂ€rkte: Nutzer zwischen Kostendruck und hohen Anforderungen FlĂ€chenumsatz: Der FlĂ€chenumsatz an den Top-6-BĂŒrovermietungsmĂ€rkten belief sich im Jahr 2024 auf 2,3 Mio. mÂČ und lag damit 5 % ĂŒber dem Vorjahr, aber 24 % unter dem 10-Jahresdurchschnitt Mietentwicklung: Die Spitzenmieten sind gegenĂŒber dem Vorquartal um 2,2 % angestiegen. Die Durchschnittsmieten nahmen um 1,9 % zu. Leerstand: Die Leerstandsrate stieg um 20 Basispunkte gegenĂŒber dem 3. Quartal 2024 und erreichte im Durchschnitt der Top-6-StĂ€dte 6,5 % Ausblick: Viele Unternehmen dĂŒrften aufgrund der konjunkturellen Unsicherheit ihren Umzug weiterhin aufschieben. Sobald sich diese auflöst, dĂŒrfte dies den BĂŒrovermietungsmarkt beleben. Es ist zu erwarten, dass der FlĂ€chenumsatz im Jahr 2025 etwas ĂŒber dem Niveau des Vorjahres liegt. Die Leerstandsquote dĂŒrfte weiterhin steigen. Auch bei den Spitzenmieten ist mit einem Wachstum zu rechnen, allerdings mit geringerer Dynamik. Mit einem FlĂ€chenumsatz von 2,3 Mio. mÂČ an den Top-6-BĂŒrovermietungsmĂ€rkten* wurde das Vorjahresergebnis um 5 % ĂŒbertroffen. Allerdings lag der FlĂ€chenumsatz 24 % unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Der FlĂ€chenumsatz der öffentlichen Hand ist im Vergleich zum Vorjahr um 39 % gestiegen, jener aller ĂŒbrigen Akteure stieg dagegen nur um 2,1 %. Jan-Niklas Rotberg, Head of Office Agency Germany bei Savills, kommentiert: âWĂ€hrend die öffentliche Hand wieder aktiver geworden ist, zeigen sich private Unternehmen weiterhin zurĂŒckhaltend. Bei ihnen hemmt vor allem die konjunkturelle Lage nach wie vor die Umzugsbereitschaft. Stattdessen verlĂ€ngern sie hĂ€ufig ihre MietvertrĂ€ge, sofern Standort-, FlĂ€chen- und GebĂ€udequalitĂ€t weiterhin den Mindestanforderungen entsprechen.â Hohe geforderte Vorvermietungsquoten erschweren Projektentwicklungen âUmzĂŒge sind meist nur attraktiv, wenn das neue BĂŒro besser ist als das alte. Die erhöhten Anforderungen erfĂŒllen meist nur Neubauten oder sanierte GebĂ€ude. Je nach Stadt ist die VerfĂŒgbarkeit dieser FlĂ€chen unterschiedlichâ, beobachtet Rotberg. So liegt beispielsweise die Vorvermietungsquote bei Projekten in Hamburg fĂŒr das Jahr 2025 bei 90 %, wĂ€hrend in DĂŒsseldorf lediglich etwa die HĂ€lfte der FlĂ€chen vorvermietet ist. Antonia Wecke, Senior Consultant Research, kommentiert: âMittel- bis langfristig könnte sich die Situation am Projektentwicklermarkt allerdings ortsunabhĂ€ngig anspannen. Denn die Initiierung neuer Projekte ist vor allem aufgrund der restriktiveren Projektfinanzierung schwieriger geworden. Viele Banken verlangen oft höhere Vorvermietungsquoten als vor der Insolvenzwelle, oft mindestens 50 %. Gleichzeitig lĂ€sst sich eine Vorvermietung schwerer erzielen, da weniger groĂe FlĂ€chen nachgefragt werden. Daher werden mehrere mittelgroĂe oder kleinere Mieter benötigt. Allerdings sinkt mit abnehmender FlĂ€chengröĂe tendenziell die Bereitschaft, sich frĂŒhzeitig an eine FlĂ€che zu binden, was eine Vorvermietung und den Projektstart wiederum erschwert.â So wurden in den vergangenen zwölf Monaten in den Top-6-StĂ€dten nur 24 FlĂ€chen mit mehr als 10.000 mÂČ vermietet, was unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 35 AbschlĂŒssen liegt. Mieten steigen, aber zunehmende LeerstĂ€nde ĂŒben Druck aus âZudem zeigen sich die Mieter aufgrund der steigenden KostensensibilitĂ€t zögerlicher gegenĂŒber hohen Mietpreisen, was die (Vor-)Vermietung von NeubauflĂ€chen zusĂ€tzlich schwieriger macht. Die höheren Quadratmeterpreise werden meist nur akzeptiert, wenn ein Umzug mit einer FlĂ€chenreduzierung einhergehtâ, erklĂ€rt Rotberg. So stieg die Spitzenmiete im Vergleich zum Vorquartal im Durchschnitt der Top-6-StĂ€dte um 2,2 %. Die Durchschnittsmieten sind um 1,9 % angestiegen. Vor dem Hintergrund der Angebotsausweitung durch steigende LeerstĂ€nde dĂŒrften die Mieten aber zukĂŒnftig unter Druck geraten. Denn die Leerstandsrate der Top-6-StĂ€dte stieg im Vergleich zum dritten Quartal um 20 Basispunkte auf 6,5 %. Mieter fordern FlexibilitĂ€t â EigentĂŒmer sind verhandlungsbereit Rotberg beobachtet: âDer durch die steigenden LeerstĂ€nde verschĂ€rfte Wettbewerb unter den Vermietern fĂŒhrt auch zu einer höheren Verhandlungsbereitschaft. Viele Mieter fordern mehr FlexibilitĂ€t, wie etwa kĂŒrzere Laufzeiten, jĂ€hrliche KĂŒndigungsmöglichkeiten oder Optionsrechte fĂŒr die Zu- oder Abmietung von FlĂ€chen. Denn aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage und dem Wandel zur hybriden Arbeitswelt möchten Unternehmen zukĂŒnftig schneller auf VerĂ€nderungen reagieren können. Und obwohl die Anforderungen fĂŒr viele Vermieter schwer umsetzbar sind, zeigen sie sich im Gegensatz zu der Vergangenheit aufgrund des NachfragerĂŒckgangs zumindest verhandlungsbereiter.â Ausblick: Umzugswillige Nutzer, aber nur bei stabiler Wirtschaftslage Antonia Wecke ordnet ein: âInzwischen scheinen immer mehr Unternehmen ihre Bedarfe in der hybriden Arbeitswelt erkannt zu haben und wollen ihre FlĂ€chen an moderne Arbeitsplatzkonzepte anpassen. WĂ€hrend höhere Quadratmeterpreise möglicherweise durch eine FlĂ€chenreduktionen ausgeglichen werden können, ist der Prozess aufwĂ€ndig und die einmaligen Kosten, wie etwa fĂŒr eine Bedarfsanalyse oder fĂŒr die Ausstattung, sind hoch. Viele UmzĂŒge wurden deshalb zurĂŒckgestellt, und dies dĂŒrfte auch anhalten, solange die wirtschaftlichen Unsicherheiten bestehen.â Jan-Niklas Rotberg schaut voraus: âSobald sich die wirtschaftlichen Unsicherheiten jedoch auflösen, dĂŒrfte der BĂŒrovermietungsmarkt an Dynamik gewinnen. Gleichzeitig dĂŒrfte sich die Nachfrage weiter in Richtung hochwertiger FlĂ€chen verschieben, wodurch diese (noch) knapper werden könnten. Denn der Teufelskreis aus hohen von den Banken geforderten Vorvermietungsquoten, die schwerer zu erfĂŒllen sind, dĂŒrfte zu einer rĂŒcklĂ€ufigen Projektpipeline fĂŒhren. Kapitalstarke Entwickler und mutige Investoren könnten diese LĂŒcke nutzen.â * Berlin, DĂŒsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und MĂŒnchen Alle Daten und Fakten auch in unserem aktuellen Market in Minutes Top-6-BĂŒromĂ€rkte Deutschland. Ăber Savills Wir helfen Menschen, ihre Immobilienziele zu verwirklichen. Und das seit ĂŒber 160 Jahren. An der Londoner Börse gelistet, ĂŒber 40.000 Beraterinnen und Berater in mehr als 70 LĂ€ndern: Mit Savills bekommen Sie weltweit fundierte Expertise zu Gewerbe- und Wohnimmobilien. Wir haben lokale sowie globale Trends im Blick, sammeln kontinuierlich wertvolle Marktdaten und bieten innovative Lösungen. Auf diese Weise können wir Sie bei Ihrem Projekt voranbringen. Ob Sie als Unternehmen expandieren möchten, als Investor Ihr Portfolio nachhaltig optimieren möchten oder ein neues Zuhause fĂŒr Ihre Familie suchen: Wir helfen Ihnen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. In Deutschland ist Savills mit mehr als 450 Mitarbeitenden in sieben BĂŒros an den wichtigsten Immobilienstandorten prĂ€sent. 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