Vertrauen in die gesetzliche Rente sinkt weiter
24.09.2024 - 10:00:05| Emittent / Herausgeber: Union Investment / Schlagwort(e): Studie/Studienergebnisse (News mit Zusatzmaterial) 24.09.2024 / 10:00 CET/CEST FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Angst vor Altersarmut steigt Hoffnungen liegen auf der privaten Altersvorsorge Akzeptanz von Aktien fĂŒr die private Altersvorsorge legt zu Frauen beschĂ€ftigen sich weniger mit privater Altersvorsorge als MĂ€nner Frauen sparen monatlich weniger fĂŒr die private Altersvorsorge als MĂ€nner Frankfurt am Main, 24. September 2024 â Immer weniger Menschen in Deutschland haben Vertrauen in die gesetzliche Rente und wissen, dass sie alleine nicht fĂŒr die Sicherung des Lebensstandards im Alter ausreicht. Viele gehen daher davon aus, dass sie ihre Lebenshaltungskosten im Rentenalter aus ihren Ersparnissen bestreiten mĂŒssen. Besonders Frauen haben daher Angst vor Altersarmut. Die Mehrheit der Befragten setzt ihre Hoffnung auf die private Altersvorsorge. Obwohl sich viele Menschen mit dem Thema auseinandersetzen, bleiben vor allem Frauen passiv und besitzen weniger private Altersvorsorge. Erfreulich ist, dass die Bereitschaft, Aktien in die private Altersvorsorge einzubeziehen, deutlich gestiegen ist. AuffĂ€llig ist dabei, dass dies jedoch ĂŒberwiegend auf MĂ€nner zutrifft. Dies sind die Ergebnisse aus dem aktuellen Anlegerbarometer von Union Investment, einer reprĂ€sentativen Online-Befragung von 1.004 Menschen in Deutschland, die in privaten Haushalten ĂŒber Finanzen entscheiden. Das . Immer mehr Menschen in Deutschland erkennen, dass sie allein nicht ausreicht, um den Lebensstandard im Alter halten zu können. 79 Prozent der Befragten sind dieser Meinung, acht Prozentpunkte mehr als vor fĂŒnf Jahren. Ebenfalls deutlich angestiegen ist die Zahl derer, die davon ausgehen, dass sie ihre Lebenshaltungskosten im Rentenalter aus ihren Ersparnissen bestreiten mĂŒssen. Aktuell sehen dies knapp drei Viertel (73 Prozent) so. Vor fĂŒnf Jahren waren es nur 63 Prozent. Vor diesem Hintergrund ist die Angst vor Altersarmut seit 2019 stetig mehr geworden, besonders unter Frauen. 46 Prozent der weiblichen Befragten befĂŒrchten, dass sie im Alter von Armut betroffen sind. Unter den MĂ€nnern sind es 31 Prozent (Durchschnitt: 38 Prozent). Vor fĂŒnf Jahren waren es durchschnittlich nur 26 Prozent. Hoffnungen liegen auf der privaten Altersvorsorge Mehr als zwei Drittel der Befragten (68 Prozent) glauben, dass sie sich durch eine private Altersvorsorge vor finanziellen EngpĂ€ssen im Alter schĂŒtzen können. 2019 meinten dies mit 54 Prozent deutlich weniger. âDas zeigt, dass die Menschen die private Altersvorsorge besonders schĂ€tzen. Daher ist es umso wichtiger, dass die Regierung ihre geplanten Reformen möglichst bald umsetztâ, kommentiert Kerstin Knoefel, Leiterin Privatkunden bei Union Investment. Allerdings meinen nur durchschnittlich 44 Prozent, dass sie gut fĂŒr ihr Alter vorgesorgt haben (2019: 68 Prozent). Auch hier Ă€uĂern sich deutlich mehr Frauen pessimistisch als MĂ€nner (37 Prozent vs. 49 Prozent). Akzeptanz von Aktien fĂŒr die private Altersvorsorge legt zu Immer mehr Menschen finden, dass Aktien als Bestandteil der privaten Altersvorsorge geeignet sind. 57 Prozent aller Befragten Ă€uĂern sich entsprechend. Damit ist der Anteil derjenigen, die diese Aussage treffen seit 2017 um insgesamt 15 Prozentpunkte gestiegen. Mit Blick auf die Unterschiede zwischen MĂ€nnern und Frauen zeigt sich jedoch, dass vor allem MĂ€nner pro Aktien in der privaten Altersvorsorge votieren (69 Prozent), Frauen hingegen skeptischer dazu stehen (45 Prozent). âDie Akzeptanz fĂŒr Aktien als Bestandteil der privaten Altersvorsorge ist nicht nur aufgrund der guten Renditen der letzten Jahre, sondern vermutlich auch aufgrund der aktuellen Diskussionen ĂŒber das sogenannte Altersvorsorgedepot gestiegenâ, so Knoefel. âWir begrĂŒĂen die Initiative der Bundesregierung, bei der Altersvorsorge stĂ€rker auf den Kapitalmarkt zu setzen. Insbesondere das geplante Altersvorsorgedepot eignet sich ideal, um die Menschen fĂŒr eine private Vorsorge zu begeistern.â Frauen beschĂ€ftigen sich weniger mit privater Altersvorsorge als MĂ€nner Vor dem Hintergrund des mangelnden Vertrauens in die gesetzliche Rente sehen zwar sechs von zehn Befragten (60 Prozent) die Notwendigkeit, sich mit dem Thema private Altersvorsorge zu beschĂ€ftigen. Allerdings hat dies nur gut die HĂ€lfte (54 Prozent) auch tatsĂ€chlich getan. 15 Prozent hingegen kaum oder gar nicht. Die BeschĂ€ftigung mit dem Thema ist nachvollziehbarerweise zwar altersabhĂ€ngig und besonders die Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren befasst sich damit. Nichtsdestotrotz verhalten sich vor allem Frauen, obwohl sich viele von ihnen vor Altersarmut fĂŒrchten, an dieser Stelle eher passiv. 49 Prozent beschĂ€ftigen sich zwar intensiv mit der Altersvorsorge (MĂ€nner: 59 Prozent), gut ein Drittel (35 Prozent) jedoch wenig und 17 Prozent kaum oder gar nicht (MĂ€nner: 27 Prozent/14 Prozent). Frauen sparen monatlich weniger fĂŒr die private Altersvorsorge als MĂ€nner Beim Besitz einer privaten Altersvorsorge hingegen liegen MĂ€nner und Frauen gleichauf: Jeweils 69 Prozent haben bereits mindestens einen Vertrag abgeschlossen. Nichtsdestotrotz gibt fast jeder Dritte (30 Prozent) an, keine private Altersvorsorge zu besitzen. Die meisten sehen schlicht keine Notwendigkeit dafĂŒr (29 Prozent) oder sagen, sie hĂ€tten zu wenig Geld dafĂŒr (21 Prozent). 17 Prozent möchten sich erst spĂ€ter damit beschĂ€ftigen, fĂŒr zehn Prozent ist das Thema zu kompliziert und zeitaufwĂ€ndig. Unter ihnen sind mehr als doppelt so viele Frauen wie MĂ€nner (15 vs. 6 Prozent). AuffĂ€llig ist, dass MĂ€nner monatlich mehr sparen als Frauen. 42 Prozent der mĂ€nnlichen Befragten legen jeden Monat 200 Euro oder mehr zurĂŒck. Auf diesen Betrag kommen unter den weiblichen Befragten mit nur 28 Prozent deutlich weniger. 100 Euro bis 200 Euro können jeweils 29 Prozent der Frauen und MĂ€nner monatlich fĂŒr das Alter zur Seite legen. âWer mit Fonds spart, macht in Sachen Altersvorsorge sehr viel richtig, denn dass man mit solchen BetrĂ€gen ein ordentliches Vermögen aufbauen kann, zeigt folgendes Beispiel: Wer in den letzten 20 Jahren monatlich 150 Euro in den weltweit anlegenden Aktienfonds UniGlobal investierte, zahlte selbst insgesamt 36.000 Euro ein. Per Ende August 2024 wurde daraus dann ein Vermögen von ĂŒber 113.000 Euroâ, rechnet Knoefel vor. Zur Studie Das Marktforschungsinstitut Forsa hat im Mai 2024 im Auftrag von Union Investment 1.004 Menschen im Alter von 20 bis 59 Jahren befragt, die in privaten Haushalten ĂŒber Finanzen entscheiden und mindestens eine Geldanlage besitzen. Die Befragten nahmen an einer Online-Umfrage teil und konnten sich Zeit und Umgebung der Bearbeitung selbst aussuchen. Bei Umfragewerten, die sich nicht zu 100 Prozent addieren, gibt die Differenz den Anteil der unschlĂŒssigen Befragten an. Zusatzmaterial zur Meldung: Datei: Angst vor Altersarmut steigt, insbesondere unter Frauen Veröffentlichung einer Mitteilung, ĂŒbermittelt durch EQS Group AG. Medienarchiv unter https://www.eqs-news.com. FĂŒr den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. |

