Verbund-Aktie: Deutsche Bank erwartet schwächeren Ausblick
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 12:35 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSDeutsche Bank warnt vor schwächerem Ausblick
- Die Deutsche Bank bestätigt ihre Hold-Einstufung für Verbund.
- Für die ersten drei Quartale 2026 erwartet sie einen Rückgang des Wasserkraft-EBITDA um 45 Prozent.
- Schwache Wasserkraftbedingungen und niedrigere Strompreise belasten die Ergebnisperspektiven.
Die Deutsche Bank rechnet bei Verbund vor dem anstehenden Quartalsbericht mit einem schwächeren Ausblick. Das Analysehaus bestätigt seine Hold-Einstufung, erwartet aber wegen der schwierigen Bedingungen für die Wasserkraft eine vorsichtigere Perspektive. Finanzen.at veröffentlichte die Einschätzung am Donnerstag, 29. Oktober 2026, unter Berufung auf die Deutsche-Bank-Analysten Olly Jeffery und James Brand.
Die Analysten erwarten nach dem Bericht von Finanzen.at eine Senkung des Ausblicks. Nach ihrer Einschätzung dürfte die Änderung zunächst nicht ausreichen, um vor der Zahlenvorlage eine Gewinnwarnung auszulösen. Zugleich halten sie eine spätere Warnung für wahrscheinlich, falls die schwachen Bedingungen für die Wasserkraft anhalten.
Wasserkraft bleibt zentraler Ergebnistreiber
Für die ersten drei Quartale 2026 prognostiziert die Deutsche Bank beim EBITDA der Wasserkraftsparte einen Rückgang um 45 Prozent auf 868 Millionen Euro. Für den gesamten Konzern erwarten die Analysten ein Nettoergebnis von 698 Millionen Euro. Das entspräche einem Minus von 40 Prozent gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres.
Als Belastungsfaktoren nennen die Analysten die Rekorddürre im Sommer und niedrigere Strompreise. Diese Entwicklung hatte sich bereits in den Halbjahreszahlen niedergeschlagen: Der Gewinn von Österreichs größtem Stromerzeuger sank im ersten Halbjahr 2026 um mehr als ein Drittel auf 518 Millionen Euro.
Für das Geschäftsjahr 2026 hält die Deutsche Bank an ihrer Gewinnschätzung von 2,43 Euro je Aktie fest. Für 2027 und 2028 liegen die Prognosen bei 5,07 beziehungsweise 4,49 Euro je Aktie. Die Einschätzung setzt zugleich auf eine Normalisierung der Wasserkraftbedingungen im November oder Dezember.
Quartalsbericht als nächster Prüfpunkt
Für Anleger rückt damit der nächste Quartalsbericht als entscheidender Prüfpunkt für die Belastbarkeit der Prognosen in den Mittelpunkt. Relevant sind insbesondere die Entwicklung der Wasserführung, das Preisumfeld für Strom und eine mögliche Anpassung des Konzernausblicks. Die bestätigte Hold-Einstufung signalisiert, dass die Deutsche Bank trotz der erwarteten Ergebnisbelastung derzeit keinen Anlass für eine veränderte Anlageempfehlung sieht.
Der Realtime-Kurs der Verbund-Aktie lag am Dienstag, 3. November 2026, um 12:30 Uhr bei Lang & Schwarz bei 69,90 Euro.
Verbund AG im Überblick
- Unternehmen: Verbund AG
- ISIN: AT0000746409
- WKN: 877738
- Realtime-Kurs: 69,90 Euro bei Lang & Schwarz am Dienstag, 3. November 2026, um 12:30 Uhr
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