Aktien Europa: Etwas schwÀcher - Quartalszahlen bewegen Einzelwerte teils stark
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 12:03 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWĂ€hrend an Asiens Börsen die beeindruckende Quartalsbilanz von SK Hynix KR7000660001 die KI-Begeisterung erneut anfachte, sprang der Funke nach Europa kaum ĂŒber.
Vielmehr standen zahlreiche europĂ€ische Unternehmen mit ihren Quartalsberichten im Blick und sorgen fĂŒr teils starke KursausschlĂ€ge. Die allgemeine Stimmung prĂ€gten sie jedoch nicht. Die ist eher vorsichtig bis zurĂŒckhaltend vor der an diesem Abend erwarteten Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Zudem wird am Donnerstag die EZB ĂŒber den weiteren Zinsverlauf in der Euroregion entscheiden.
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 gab zur Mittagszeit 0,2 Prozent auf 6.155 Punkte nach. AuĂerhalb des Euroraums sank der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 um 0,5 Prozent auf 14.525 ZĂ€hler. Der britische FTSE 100 GB0001383545 verlor 0,3 Prozent auf 10.652 Punkte.
Mit Blick auf die europĂ€ischen Branchen gab es ĂŒberwiegend Verlierer, zu denen auch die Bankbranche zĂ€hlte. Neben der Deutschen Bank DE0005140008 hatten auch die UBS CH0244767585, Santander ES0113900J37, BNP Paribas FR0000131104 und Standard Chartered GB0004082847 ihre Zahlenwerke vorgelegt, was fĂŒr uneinheitliche Reaktionen sorgte.
Das Deutsche-Bank-Papier zĂ€hlte mit plus 3,0 Prozent zu den Favoriten im EuroStoxx und Standard Chartered gewannen in London 3,5 Prozent. Beide wurden zuversichtlicher fĂŒr den Rest des Jahres. Dagegen gaben BNP Paribas um 0,9 Prozent nach und Santander um 4,6 Prozent. Im Stoxx 50 verloren UBS 2,1 Prozent.
WĂ€hrend die UBS mit ihrer Vermögensverwaltung enttĂ€uschte und Santander unter laut RBC-Analyst Benjamin Toms "etwas schwachen Margen" litt, lastet auf der BNP-Aktie das "Frankreich-Risiko". Die direkten Frankreich-Belastungen seien zwar ĂŒberschaubar, schrieb LBBW-Analyst Christian Götz. Die Problematik aber werde nicht so schnell wieder verschwinden.
Besonders auffĂ€llig war unter den Finanzwerten jedoch die Adyen NL0012969182-Aktie, die um etwas mehr als 11 Prozent absackte. JPMorgan-Analyst Sandeep Deshpande rechnet nach der gekappten Margenprognose des niederlĂ€ndischen Zahlungsabwicklers fĂŒr 2026 und den gestrichenen Margen fĂŒr die kommenden Jahre mit sinkenen Markterwartungen.
FĂŒr Logitech CH0025751329 ging es im SMI nach Halbjahreszahlen ebenfalls um rund 11 Prozent abwĂ€rts. Die Aktie des Unterhaltungselektronik-Unternehmens litt HĂ€ndlern zufolge unter Aussagen des Managements zur Bruttomarge im angelaufenen Weihnachtsquartal. Das Papier sei obendrein seit dem SpĂ€tsommer wieder sehr gut nach oben gelaufen.
Unter den Autowerten stach die Stellantis NL00150001Q9-Aktie in Paris hervor mit plus 5,7 Prozent, war allerdings erst am vergangenen Freitag auf ein Rekordtief gesackt. Jefferies-Analyst Philippe Houchois nannte den Quartalsbericht "ganz in Ordnung angesichts schwieriger Erwartungen". Zudem verwies er die bestÀtigten Jahresziele.
In London gingen wegen vorgelegter Quartalszahlen zudem die Blicke auf Unilever GB00BVZK7T90 und GSK GB0009252882. Zwar hob Unilever den Jahresausblick an, doch mit der GeschĂ€ftsentwicklung in den IndustrielĂ€ndern enttĂ€uschte der KonsumgĂŒterkonzern. "Unterm Strich negativ", wertete JPMorgan-Analystin Celine Pannuti das Zahlenwerk. Die Aktie verlor 3,0 Prozent. GSK bĂŒĂten 6,3 Prozent ein und litten unter einem trĂ€gen GeschĂ€ft mit Impfstoffen.
