Aktien Europa: Stabilisierung - Rohstoffwerte fest, Telekomaktien schwach
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 12:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWSSie folgten damit dem Rückgang der Ölpreise. Auch die Anleiherenditen kamen vor dem Wochenende zurück. "Die Anleger schöpfen wieder etwas Hoffnung, dass sich die Lage an den Energie- und Anleihemärkten zumindest stabilisiert", so Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. "Von einer echten Entspannung kann allerdings noch keine Rede sein."
Der EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann zur Mittagszeit 0,92 Prozent auf 6.182,87 Punkte. Außerhalb der Euroregion zog der Schweizer Leitindex SMI CH0009980894 um 0,88 Prozent auf 13.756,49 Punkte an. Der britische FTSE 100 GB0001383545 präsentierte sich mit einem Plus von 0,89 Prozent auf 10.543,93 Punkte ähnlich.
An der Spitze der Einzelwerte standen die Rohstoffwerte. "Die erneut gestiegenen Edelmetallpreise bei Gold und Silber sorgen bei den Unternehmen dieses Sektors für positive Kursimpulse", stellte Lipkow fest. Auch Stahlwerte waren gefragt. ArcelorMittal LU1598757687 stiegen um 4,9 Prozent, nachdem die Analysten der UBS den Wert von "Neutral" auf "Kaufen" angehoben hatten.
Unter den ebenfalls gefragten Pharmawerten ragten Argenx NL0010832176 mit fünf Prozent Aufschlag heraus. Der Wert erholte sich damit etwas von dem Absturz am Vortag. Der Fehlschlag einer Phase-III-Studie mit dem Wirkstoff Efgartigimod Sc zur Behandlung des Sjögren-Syndroms ändere nichts an der optimistischen Einschätzung, betonten die Analysten von Bernstein und wiederholten ihre Empfehlung.
Schwächster Sektor waren die Telekomwerte. Die Aktien der Deutsche Telekom DE0005557508 und von Vodafone GB00BH4HKS39 büßten acht Prozent sowie knapp vier Prozent ein. Auch andere Werte des Sektors standen unter Druck. "Hintergrund sind die Bestrebungen des Technologiekonzerns SpaceX US84615Q1031, seine Aktivitäten im Telekommunikations- und Kabelsektor weiter auszubauen", merkte Lipkow an. "Bereits am Donnerstag waren die Aktien großer amerikanischer Kabel- und Telekommunikationsunternehmen infolge dieser Entwicklung deutlich unter Druck geraten."
Auch Ölwerte gaben nach. "Die Aktien der Energiekonzerne leiden zum Wochenausklang unter den rückläufigen Rohölpreisen und den damit verbundenen Gewinnmitnahmen", begründete Lipkow die Abgaben.
