Aktien Frankfurt: Keine Entlastung - Dax rutscht unter 25.000 Punkte
Veröffentlicht am: 08.10.2026 um 11:36 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEine Stabilisierung nach dem bereits schwachen Vortag schlug damit fehl. Hohe Anleiherenditen und hohe Ölpreise zählen weiter zu den größten Belastungsfaktoren am Aktienmarkt.
Gegen Mittag verlor der deutsche Leitindex 0,80 Prozent auf 24.903 Punkte. Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen deutschen Werten sank um 1,12 Prozent auf 29.775 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 büßte 1,1 Prozent ein.
"Solange weder bei den Energiepreisen noch bei den Anleiherenditen Entspannung eintritt, dürfte die Bereitschaft zu größeren Aktienkäufen begrenzt bleiben", schrieb Marktexperte Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.
"Wenn selbst überzeugende Unternehmenszahlen nicht mehr für steigende Kurse sorgen, ist das ein Warnsignal für die gesamte Aktienrally", mahnte Lipkow mit Blick auf die Quartalszahlen des koreanischen Tech-Schwergewichts Samsung KR7005930003. Diese seien stark ausgefallen, hätten aber keine Anschlusskäufe bei Halbleiteraktien mehr ausgelöst. Halbleiter- und KI-Werte verzeichneten auch hierzulande weitere Verluste: Infineon DE0006231004 gaben um mehr als 3 Prozent.
Im Automobilsektor waren Zulieferer auffällig schwach: Aumovio DE000AUM0V10 und Schaeffler DE000SHA0100 lagen im MDax hinten mit Verlusten von teils mehr als 6 Prozent. Der französische Zulieferer OPMobility FR0000124570 hatte seinen Jahresausblick gesenkt. Dies trübte die Stimmung für den gesamten Sektor ein.
Anschlussverkäufe zogen die Titel des Dialysedienstleisters Fresenius Medical Care (FMC) DE0005785802 weiter nach unten. Das Minus betrug 2 Prozent. Am Vortag hatte die Ankündigung eines Wechsels an der Konzernspitze den Kurs bereits erheblich belastet. Für die Anteile des FMC-Großaktionärs Fresenius DE000FRE5EN2 ging es am Donnerstag mit minus 3,1 Prozent noch stärker nach unten.
Eine Abstufung auf "Underperform" für Jungheinrich DE0006219934 durch die Bank of America führte bei den Papieren des Staplerherstellers zu Kurseinbußen von mehr als 6 Prozent.
Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck DE000DTR0CK8 verkaufte im dritten Quartal deutlich mehr Lastwagen als im sehr schwachen Vorjahreszeitraum. Die Papiere gewannen im schwachen Dax 0,6 Prozent.
Detaillierte Quartalszahlen gab es von Südzucker DE0007297004. Der Zuckerproduzent schrieb wieder schwarze Zahlen. Die Aktien verbuchten zuletzt jedoch ein Minus von 2,9 Prozent.
