ATX vor Freitagshandel: Schluss bei 6.511,40 Punkten, 0,11 Prozent tiefer
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 09:32 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSATX vor dem Freitagshandel
- Der ATX schloss am Donnerstag bei 6.511,40 Punkten und verlor 0,11 Prozent.
- Eine schwache Wall Street drehte die zuvor deutlichen Gewinne im Wiener Handel ins Minus.
- Die Berichtssaison mit Zahlen von AT&S, Lenzing, Verbund und Mayr-Melnhof bleibt ein wichtiger Einzelfaktor.
Der ATX geht nach einem wechselhaften Donnerstag mit einem Schlussstand von 6.511,40 Punkten in den Freitag. Der österreichische Leitindex verlor 0,11 Prozent und lag damit unter dem Schlussstand vom Mittwoch bei 6.518,52 Punkten. Der Rückgang entspricht auf Basis der beiden Schlussstände 0,11 Prozent.
Der Bericht der Deutschen Börse auf Basis von dpa-AFX zufolge hatte der ATX im Tagesverlauf zunächst fast zwei Prozent zugelegt. Am Nachmittag kippte die Stimmung jedoch, nachdem die Wall Street insbesondere an der Nasdaq deutlich schwächer tendierte. Unter Druck standen dort vor allem Halbleiterwerte mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz. Als Belastungsfaktor wurden Befürchtungen über eine stärkere Regulierung des KI-Sektors im Zusammenhang mit dem US-Wahlergebnis genannt.
Berichtssaison bewegt Einzelwerte
Auch die laufende Berichtssaison sorgte in Wien für deutliche Ausschläge bei einzelnen Indexmitgliedern. AT&S fiel trotz guter Quartalszahlen um 15,6 Prozent. Der Leiterplattenhersteller meldete für das zweite Quartal 2026/27 einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 52 Prozent auf 681,9 Millionen Euro. Das Konzernergebnis drehte von einem Vorjahresverlust von 7,6 Millionen Euro auf einen Gewinn von 125,4 Millionen Euro.
Bei den übrigen im APA-Abriss der Wiener Börse genannten Unternehmen zeigte sich ein gemischtes Bild. Lenzing verloren im dritten Quartal beziehungsweise in den ersten neun Monaten beim Umsatz und Ergebnis, während Verbund seine Jahresgewinnprognose auf 1,01 Milliarden Euro anpasste. Mayr-Melnhof meldete ebenfalls rückläufige Erlöse und ein deutlich niedrigeres bereinigtes operatives Ergebnis.
Ausgangslage für den Freitag
Für den S1-Bericht ist damit der Schluss der letzten abgeschlossenen Wiener Sitzung maßgeblich. Der ATX bleibt seit Jahresbeginn deutlich im Plus, die jüngste Tagesbewegung zeigt aber, wie schnell internationale Technologievorgaben und die Wall Street die Richtung des Wiener Marktes verändern können. Die weitere Entwicklung hängt daher neben neuen Unternehmensmeldungen auch von der globalen Risikostimmung ab.
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