Pharmaindustrie, Medizin, Gesundheit

Hat der Bundesrat das grösste Problem des Pharmastandortes Schweiz vergessen?

26.11.2025 - 17:20:00

Basel - Mit den heute vom Bundesrat prÀsentierten Massnahmen zur regulatorischen Entlastung der Unternehmen will der Bundesrat den Wirtschaftsstandort Schweiz stÀrken. Was erst einmal gut klingt, verfehlt jedoch das Ziel: Die Pharmabranche als grösste Exportwirtschaft und Wertschöpfungsmotor wird nicht dort entlastet, wo es vor dem Hintergrund des US-Handelskonflikts am dringendsten wÀre.

Die forschenden Pharmaunternehmen schaffen nicht nur breiten Nutzen fĂŒr Patientinnen und Patienten, sondern auch Wohlstand und ArbeitsplĂ€tze fĂŒr die ganze Schweiz. Dieser Erfolg gerĂ€t jedoch zunehmend unter Druck, die Handels- und Preisfestsetzungspolitik der USA unter der Administration Trump hat die Ausgangslage fundamental geĂ€ndert.

Der Bundesrat hat heute angekĂŒndigt, die Wirtschaft regulatorisch entlasten zu wollen. Offensichtlich ging die grösste Herausforderung des Export-Champions und Wohlstandsmotors Pharmaindustrie dabei vergessen. So begrĂŒssenswert Entlastungsmassnahmen im Schifffahrtsgesetz oder betreffend den Betrieb von Helikoptern fĂŒr manche Branchen sind, so hat es der Bundesrat heute verpasst, auf Massnahmen zu verzichten, die den Pharmastandort Schweiz nachhaltig schwĂ€chen.

Konkret hĂ€tte er bei der Umsetzung von sogenannten Kostenfolgemodellen ansetzen mĂŒssen. Es spricht BĂ€nde, dass ausgerechnet das Gesundheitsdepartement sich lieber mit WerbeeinschrĂ€nkungen im Lebensmittelgesetz auseinandersetzt, als sich ernsthaft um einen verbesserten Zugang der Patientinnen und Patienten zu lebensrettenden Therapien zu bemĂŒhen.

René Buholzer, CEO von Interpharma, sagt dazu:

«Die forschenden Pharmaunternehmen stehen in der Schweiz fĂŒr 300'000 ArbeitsplĂ€tze, tragen Exporte im Wert von 114 Milliarden Franken und generieren in der Schweiz ein Steuersubstrat in der Höhe von 10 Milliarden Franken. Das steht auf dem Spiel. Die Politik muss handeln statt zögern und die PrioritĂ€ten richtig setzen, um den Standort Schweiz nachhaltig zu stĂ€rken.»

FĂŒr die Pharmabranche ist der heutige Entscheid des Bundesrats eine grosse EnttĂ€uschung. Nota bene, wĂ€hrend Meldungen ĂŒber Stellenabbaue die Runde machen. Der Entscheid wird den verschlechterten Rahmenbedingungen fĂŒr die Pharmaindustrie nicht entgegenwirken.

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Aussender: Interpharma Ansprechpartner: Georg DĂ€rendinger Tel.: +41 61 264 34 00 E-Mail: [email protected] Website: www.interpharma.ch

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