Cardano-Kurs unter Druck - Dijkstra-Testnetz bleibt vorerst bei Conway
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 18:48 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSTechnischer Fortschritt mit offenen Etappen
- Das öffentliche Dijkstra-Testnetz ist seit dem 21. Oktober verfügbar und läuft derzeit noch mit Conway-Protokollversion 11.
- Für den Wechsel auf Protokollversion 12 werden Node 11.2 und eine Hard-Fork-Initiierungsaktion benötigt.
- ADA notierte am 30. Oktober um 11:08 UTC bei 0,1945 US-Dollar und lag damit 3,15 Prozent unter dem 24-Stunden-Vergleichswert.
Der Cardano-Kurs lag am 30. Oktober 2026 um 11:08 UTC bei 0,1945 US-Dollar. Gegenüber dem von Kinzan ausgewiesenen 24-Stunden-Vergleichswert entsprach das einem Minus von 3,15 Prozent. Gegenüber dem dort aufgeführten Kurs von 0,1868 US-Dollar um 00:00 UTC am 30. Oktober lag ADA zu diesem Zeitpunkt dagegen 4,12 Prozent höher. Die beiden Angaben beziehen sich auf unterschiedliche Vergleichszeiträume. Die Kursdaten stammen von Kinzan.
Dijkstra ist noch nicht aktiv
Der technische Schwerpunkt des Cardano-Ökosystems bleibt das öffentliche Dijkstra-Testnetz. Laut dem Intersect-Wochenupdate wurde das Testnetz am 21. Oktober neu aufgesetzt und anschließend öffentlich zugänglich gemacht. Es läuft aktuell mit Node-Version 11.1.3 und Conway-Protokollversion 11.
Damit ist ein wichtiger Vorbereitungsschritt erreicht, aber der eigentliche Wechsel auf die Dijkstra-Protokollversion 12 steht noch aus. Intersect nennt dafür zunächst die Veröffentlichung eines Vorabstands von Node 11.2. Danach soll eine Hard-Fork-Initiierungsaktion den Versionswechsel im Testnetz auslösen. Ein Termin für die Aktivierung im Mainnet wird in dem Update nicht genannt.
Leios folgt einem Stufenmodell
Auch die geplante Skalierung über Leios ist nicht als einmaliger Schalter zu verstehen. Intersect beschreibt einen schrittweisen Ablauf: Nach dem Hard Fork müssen Stake-Pool-Betreiber unter anderem BLS-Schlüssel registrieren. Die tatsächliche Kapazitätssteigerung soll anschließend über Messungen unter Mainnet-Bedingungen und weitere Parameteranpassungen erfolgen.
Als anfängliches Ziel nennt Intersect etwa das Drei- bis Fünffache der heutigen Praos-Grenze von 4,5 TxkB/s. Spätere Parameteränderungen könnten demnach eine Ausweitung auf das Zehn- bis Fünfzehnfache ermöglichen. Diese Angaben sind Zielgrößen innerhalb des beschriebenen Rollouts und keine bereits erreichte Mainnet-Leistung.
Was Anleger beobachten sollten
Für den Cardano-Kurs liefern die technischen Meldungen daher zunächst einen Fortschrittsnachweis, aber keinen abgeschlossenen Upgrade-Erfolg. Relevant sind vor allem die Veröffentlichung von Node 11.2, die anschließende Abstimmung beziehungsweise Initiierung des Hard Forks und die spätere Beteiligung der Stake-Pool-Betreiber. Der Kurs bewegte sich am 30. Oktober zugleich in einer breiteren Schwächephase: Kinzan wies für die zurückliegenden sieben Tage ein Minus von 8,7 Prozent und für den Monat ein Minus von 18,2 Prozent aus. Eine direkte Kausalität zwischen diesen Bewegungen und dem Testnetz lässt sich daraus nicht ableiten.
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