Devisen: Eurokurs sinkt etwas - knapp unter Freitagstief
Veröffentlicht am: 26.10.2026 um 20:16 Uhr | dpa, AD HOC NEWSIn New York wurde die Gemeinschaftswährung zuletzt zu 1,1180 US-Dollar und damit unterhalb ihres Freitagstiefs gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1188 (Freitag: 1,1193) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8938 (0,8934) Euro.
Im frühen Montagshandel war der Euro noch etwas von einer Entscheidung der Ratingagentur Moody's gestützt worden. Diese hatte die Kreditwürdigkeit Frankreichs mit der Einstufung "Aa3" am Freitagabend überraschend bestätigt. Der Effekt davon ließ aber im Handelsverlauf wieder nach. Am Markt war wegen der angespannten Haushaltslage und der jüngsten gewaltsamen Proteste gegen eine geplante Sparpolitik damit gerechnet worden, dass Moody's den beiden anderen wichtigen Ratingagenturen S&P und Fitch folgt und die Kreditbewertung ebenfalls senkt.
Mittelfristig ändert die Rating-Entscheidung laut Analysten der Dekabank aber wenig, denn der Haushalt in Frankreich werde weiter verhandelt. Sie sehen in der EZB-Pressekonferenz am Donnerstag den nächsten relevanten Treiber für den Euro. Laut Portfoliomanagerin Annalisa Piazza von MFS Investment Management ist die zentrale Frage, ob EZB-Präsidentin Christine Lagarde die Erwartungen einer weiteren Straffung bestätigt - oder ob sie signalisiert, dass der jüngste Ausverkauf am Anleihemarkt bereits einen Teil der Arbeit der EZB übernimmt.
Konjunkturdaten aus Deutschland stützten den Euro am Montag nicht. Das Ifo-Geschäftsklima hat sich im Oktober trotz gestiegener Energiepreise verbessert. Ökonomen hatten mit einer Stagnation gerechnet. "Der ifo-Geschäftsklimaindex macht Hoffnung, dass sich die Konjunkturerholung im kommenden Jahr fortsetzen wird", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank.
