Energiepreiskrise: EU-Gipfel will neue Instrumente
Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 06:24 Uhr | dpa, AD HOC NEWSIn einer gemeinsamen ErklĂ€rung im Rahmen eines Treffens in BrĂŒssel bitten sie die EuropĂ€ische Kommission, entsprechende MaĂnahmen zu erarbeiten und vorzulegen. Die derzeitige Lage erfordere dringend eine koordinierte europĂ€ische Reaktion mit gezielten und befristeten MaĂnahmen.
Wie die VorschlĂ€ge im Einzelnen aussehen sollen, blieb zunĂ€chst offen. BegrĂŒĂt werden der bereits von der Kommission getĂ€tigte VorstoĂ zur Lockerung von bestimmten Klimaschutzregeln fĂŒr das Treibhausgas Methan sowie geplante Initiativen wie zur freiwilligen BĂŒndelung der Energienachfrage, um die Preise zu senken.
Der Emissionshandel soll nach dem Willen der EU-Spitzen zudem verlĂ€sslicher und berechenbarer werden. Um starke Preisschwankungen zu vermeiden, fordern die Staats- und Regierungschefs auĂerdem, das laufende Gesetzgebungsverfahren zur sogenannten MarktstabilitĂ€tsreserve schneller voranzutreiben - ein Mechanismus, der den Handel mit Klimazertifikaten stabilisieren soll. Solche mĂŒssen bestimmte energieintensive Unternehmen erwerben, damit sollen Emissionen reduziert werden.
Ab 2028 gilt in der EU auch fĂŒr Brennstoffe wie Benzin und Erdgas ein weiteres Emissionshandelssystem. Die Staats- und Regierungschefs fordern die Kommission nach Druck von LĂ€ndern wie Italien in ihrer ErklĂ€rung weiter auf, zu prĂŒfen, welche Folgen das neue System hat. Es soll kĂŒnftig beispielsweise Heizen und Autofahren mit einem CO?-Preis belegen.
