Ethereum, XCCRYPTOETH3

Ethereum-Kurs: Glamsterdam-Test bleibt wegen Smart-Contract-Risiken pausiert

Veröffentlicht am: 08.11.2026 um 07:38 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der Ethereum-Kurs steht zwischen einer verschobenen Glamsterdam-Erprobung und erneutem Verkaufsdruck bei US-Spot-ETFs. Die Ethereum Foundation fordert Entwickler nun zu KompatibilitĂ€tsprĂŒfungen der geplanten GasĂ€nderungen auf.

Ethereum zwischen Upgrade und KapitalflĂŒssen

  • Die Ethereum Foundation verschiebt den nĂ€chsten Glamsterdam-Test auf dem Hoodi-Testnetz, weil neue Gasregeln bestehende Smart Contracts beeintrĂ€chtigen könnten.
  • FĂŒr Hoodi und das Mainnet gibt es weiterhin keinen neuen Aktivierungstermin; Ether-Halter mĂŒssen laut Foundation nichts unternehmen.
  • US-Spot-ETFs auf Ether verzeichneten am 6. November AbflĂŒsse von 93,19 Millionen USD.
  • Investing.com zeigte beim Abruf 2.231,00 USD je ETH sowie eine Marktkapitalisierung von 271,86 Milliarden USD.
Ethereum, XCCRYPTOETH3, Illustration mit AI erstellt.

Der Ethereum-Kurs bleibt vor einer wichtigen technischen Wegmarke unter Beobachtung. Die Ethereum Foundation teilte am 6. November 2026 mit, dass die Entwickler den Glamsterdam-Prozess auf dem Hoodi-Testnetz nicht fortsetzen wollen, bis erkannte Probleme gelöst sind. Hintergrund sind die Ethereum Improvement Proposals EIP-8037 und EIP-8038, die die Abrechnung von Gas fuer bestimmte Operationen und den Zustand der Blockchain verÀndern sollen.

Nach Angaben der Ethereum Foundation könnten dadurch Annahmen gebrochen werden, auf denen einige Projekte beruhen. Die Foundation bittet Vertragsentwickler und PrĂŒfer deshalb, ihre Anwendungen anhand von acht betroffenen Invarianten zu untersuchen. Die Arbeiten am spĂ€teren Upgrade Hegota sollen wĂ€hrend der PrĂŒfung weiterlaufen.

Hoodi-Test ohne neuen Termin

Die Verschiebung betrifft zunĂ€chst das Hoodi-Testnetz. Die zuvor fĂŒr den 26. Oktober geplante Aktivierung wurde bereits am 22. Oktober abgesagt; ein Ersatztermin ist nicht festgelegt. Die Foundation begrĂŒndet die Entscheidung mit einer weiteren Untersuchung der Wechselwirkungen von EIP-8037 mit bereits eingesetzten Smart Contracts. FĂŒr das Ethereum-Mainnet wurde damit ebenfalls kein Starttermin fĂŒr Glamsterdam bestĂ€tigt. Mainnet-Nutzer und Ether-Halter mĂŒssen wegen der Testnet-Verschiebung laut der offiziellen Mitteilung nichts unternehmen.

FĂŒr Anleger ist das vor allem ein Termin- und AusfĂŒhrungsrisiko, kein Hinweis auf einen aktuellen Ausfall des Netzwerks. Die PrĂŒfung kann den Zeitplan fĂŒr die nĂ€chste große ProtokollĂ€nderung verlĂ€ngern. Zugleich zeigt sie, dass Änderungen an der Gasabrechnung RĂŒckwirkungen auf bestehende Anwendungen haben können. Eine belastbare Aussage ĂŒber die spĂ€tere Kurswirkung lĂ€sst sich daraus nicht ableiten.

ETF-AbflĂŒsse belasten die Nachfrage

ZusĂ€tzlichen Marktkontext liefern die KapitalflĂŒsse. Laut TokenPost verloren US-Spot-ETFs auf Ether am 6. November netto 93,19 Millionen USD. BlackRocks ETHA verzeichnete dabei AbflĂŒsse von 90,76 Millionen USD, wĂ€hrend ETHB 1,15 Millionen USD zuflossen. Die kumulierten NettozuflĂŒsse der Produkte lagen laut dem Bericht bei 11,92 Milliarden USD.

Beim Abruf der Investing.com-Kursseite am 8. November wurde Ethereum mit 2.231,00 USD angezeigt; die Seite wies die Zeitangabe 22:55:47 aus. Die dort ausgewiesene Marktkapitalisierung betrug 271,86 Milliarden USD, das 24-Stunden-Volumen 4,18 Milliarden USD und die umlaufende Menge 122,20 Millionen ETH. Eine passende verifizierte UTC-Tagesbasis fĂŒr eine zusĂ€tzliche Tagesprozentzahl liegt damit nicht vor.

Der Ethereum-Kurs hĂ€ngt damit kurzfristig an zwei unterschiedlichen Beobachtungspunkten: dem Fortschritt der technischen PrĂŒfungen und der Entwicklung der institutionellen Nachfrage. Die nĂ€chsten Hinweise sind ein neuer Hoodi-Zeitplan, Ergebnisse der VertragsprĂŒfungen und die folgenden ETF-Flussdaten. Weitere BeitrĂ€ge finden Sie auf der Ethereum-Themenseite.

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