EuropĂ€er stĂ€rken Selenskyj nach Trumps Kritik den RĂŒcken
Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 19:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen teilte nach einem Telefonat mit Selenskyj mit, der ukrainische Staatschef fĂŒhre den Kampf seines Volkes fĂŒr die Freiheit und sie habe ihm ihre volle UnterstĂŒtzung zugesichert.
Frankreichs PrÀsident Emmanuel Macron erklÀrte: "Frankreich steht weiterhin an der Seite der Ukraine und zu PrÀsident Selenskyj." Auch er tauschte sich am Sonntag nach eigenen Angaben mit Selenskyj aus.
Die Telefonate erfolgten nach neuen Spannungen zwischen Trump und Selenskyj. Der US-PrĂ€sident hatte am Samstag behauptet, Selenskyj habe vielfach die Gelegenheit gehabt, den Ukraine-Krieg zu beenden, und sich dagegen entschieden. "Ich glaube, es ist an der Zeit, dass die Ukraine einen neuen PrĂ€sidenten bekommt", sagte Trump. Zuvor hatte Selenskyj eine zwischen den USA und Russland vereinbarte Aufhebung von Sanktionen fĂŒr den Verkauf von russischem Diesel scharf kritisiert - dies sei "eine Investition in den Krieg, den man beenden und nicht verlĂ€ngern muss".
Von der Leyen kĂŒndigt Geld fĂŒr Drohnen an
Von der Leyen kĂŒndigte zudem an, dass die schwierige Lage der Ukraine auch an diesem Donnerstag und Freitag beim Herbstgipfel der Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten ein zentrales Thema sein wird. "Wir werden ihren Finanzierungsbedarf fĂŒr das kommende Jahr erörtern und darĂŒber sprechen, wie wir weitere internationale UnterstĂŒtzung mobilisieren können", heiĂt es in der ErklĂ€rung vom Sonntagabend.
Die EU werde in dieser Woche auĂerdem zusĂ€tzliche Mittel fĂŒr Drohnen und Raketen bereitstellen, um die ukrainische Verteidigung zu stĂ€rken und den Luftraum des Landes zu schĂŒtzen. Zudem sollten zwei weitere Themenblöcke in den EU-Beitrittsverhandlungen eröffnet werden.
EuropÀer zeigen nach Moskau
Nach ihren eigenen Angaben unterstĂŒtzte von der Leyen in dem Telefonat mit Selenskyj auch nachdrĂŒcklich dessen Forderung nach einer Waffenruhe, die die weltweite Lebensmittelversorgung sowie die Energieinfrastruktur in der Ukraine und in Russland schĂŒtzen wĂŒrde. Mit Blick auf die Umsetzungschancen zeigte sie sich allerdings pessimistisch. "Der Krieg ist in eine neue, dĂŒsterere Phase eingetreten", kommentierte sie. Russland komme auf dem Schlachtfeld nicht voran und greife Zivilisten weit hinter den Frontlinien an.
Macron erklĂ€rte, aktuell versperre sich Russland einer Waffenruhe fĂŒr Angriffe auf Energieanlagen, indem es gerade in den vergangenen Stunden seine Angriffe auf ukrainische Infrastruktur verstĂ€rkt habe.

