Frankfurt Schluss: Öl und Anleihen helfen Dax über 25.000 Punkte
Veröffentlicht am: 09.10.2026 um 18:05 Uhr | dpa, AD HOC NEWSUnterstützung kam vom Anleihemarkt angesichts rückläufiger Renditen. Am Ölmarkt ließ der Preisdruck ebenfalls nach. Ausschlaggebend dafür war ein Dementi von US-Präsident Donald Trump zu angeblich neuen US-Angriffen im Iran.
Mit einem Plus von 1,13 Prozent auf 25.087,27 Zählern ging der deutsche Leitindex aus dem Handel und hat damit im Wochenverlauf 0,6 Prozent verloren. Am Vortag war er gleich zum Börsenauftakt unter die 25.000 Punkte gefallen und hatte zeitweise den tiefsten Stand seit dem 23. Juli erreicht.
"Der Sprung zurück über die psychologische 25.000-Punkte-Marke sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass unter der Oberfläche erhebliche Unsicherheitsfaktoren glimmen", mahnte Timo Emden, Analyst beim Broker CapTrader, und sah vor allem Schnäppchenjäger unterwegs.
Der MDax DE0008467416 mit den mittelgroßen Werten stieg am Freitag um 1,64 Prozent auf 29.989,90 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 gewann 0,76 Prozent auf 6.173,37 Zähler. Außerhalb der Euroregion legten der Schweizer SMI CH0009980894 und der britische FTSE 100 GB0001383545 ebenfalls zu.
Unter den Einzelwerten stach im Dax die T-Aktie DE0005557508 mit minus 7,9 Prozent heraus. Elon Musks Weltraumfirma SpaceX US84615Q1031 will mit einem groß angelegten Frequenzkauf in den USA den Grundstein legen, um sich dort als Mobilfunk-Anbieter zu etablieren. Das Papier der Telekom-Tochter T-Mobile US US8725901040, die dort zweitgrößter Mobilfunkanbieter ist, sackte an der Nasdaq zuletzt um etwas mehr als 11 Prozent ab.
Analystenkommentare trieben Heidelberg Materials DE0006047004, Rational DE0007010803 und vor allem Salzgitter DE0006202005 nach oben. Eine frisch ausgesprochene Kaufempfehlung von UBS für Salzgitter mit einem deutlich auf 71 Euro erhöhten Kursziel bescherte den Papieren des Stahlherstellers an der MDax-Spitze ein Plus von 13,4 Prozent auf 49,94 Euro. Analyst Andrew Jones sieht Salzgitter in Europa stärker als die Konkurrenz von anziehenden Stahlpreisen profitieren.
Bei Heidelberg Materials und Rational sorgte die kanadische Bank RBC mit ihren Hochstufungen auf "Outperform" für Kursgewinne. Das Papier des Baustoffherstellers stieg um 1,8 Prozent, das des Großküchenausstatters legte um 6,6 Prozent zu. Rational sei ein Paradebeispiel für deutsche Mittelstandstechnik, und die Finanzkennzahlen sähen beeindruckend aus.
Schott Pharma DE000A3ENQ51 büßten im Nebenwerteindex SDax DE0009653386 4,7 Prozent ein. Auch hier war ein Analystenkommentar der Grund. Zwar lobte Falko Friedrichs von der Deutschen Bank Research den Pharmazulieferer für seine Fortschritte und attraktiven mittelfristigen Aussichten, doch nach dem fast 70-prozentigen Kursanstieg seit Jahresbeginn sieht er kaum noch Aufwärtspotenzial für die Aktie./ck/he
--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

