FTSE 100 fÀllt mittags 2,32 Prozent auf 10.533 Punkte
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 13:16 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWSFTSE 100 unter globalem Verkaufsdruck
- Der FTSE 100 lag am 6. November 2026 um 13:00:47 Uhr Berliner Zeit bei 10.533,03 Punkten und damit 2,32 Prozent unter dem Schluss des Vortags.
- Belastet wurde der Index vor allem durch den weltweiten Ausverkauf von Technologie- und KI-Aktien nach schweren Verlusten an der Wall Street und in Asien.
- ZusĂ€tzlicher Druck kam von Sorgen ĂŒber höhere Zinsen, die weitere Zinserhöhung der Bank of England und die geopolitische Unsicherheit.
Der FTSE 100 ist am Freitag, dem 6. November 2026, im laufenden Londoner Handel deutlich gefallen. Um 13:00:47 Uhr Berliner Zeit lag der britische Leitindex bei 10.533,03 Punkten. Damit notierte er 249,63 Punkte beziehungsweise 2,32 Prozent unter dem Schlussstand der vorherigen Sitzung.
Der Vergleichswert von 10.782,66 Punkten stammt vom Donnerstag, dem 5. November. Wie Reuters berichtete, hatte der Index die Sitzung 0,43 Prozent tiefer beendet, nachdem er zuvor bis auf 10.948,24 Punkte gestiegen war.
Technologie-Ausverkauf belastet London
Der RĂŒckgang steht im Zusammenhang mit einer globalen Verkaufswelle bei Technologie- und KI-Werten. Schwere Verluste an der Wall Street hatten sich ĂŒber Nacht auf die asiatischen MĂ€rkte ausgeweitet und erfassten anschlieĂend auch die europĂ€ischen Börsen. Sorgen ĂŒber die Bewertung von KI-Unternehmen sowie ĂŒber die kĂŒnftige Rendite hoher Investitionen in Rechenzentren fĂŒhrten zu einer breiten Risikoreduzierung. Der FTSE 100 ist wegen seiner vergleichsweise geringen Technologiegewichtung zwar weniger direkt exponiert, bleibt aber ĂŒber international tĂ€tige Unternehmen vom weltweiten Konjunktur- und Stimmungsbild abhĂ€ngig. Diese Einordnung berichtete Hargreaves Lansdown zum Londoner Handelsauftakt.
Zinsen und Konjunkturdaten im Fokus
Daneben verarbeiten Anleger den Zinsschritt der Bank of England vom Donnerstag. Die Notenbank erhöhte den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,00 Prozent. Der Schritt war erwartet worden, die weiterhin hohe Inflation und die Möglichkeit weiterer Erhöhungen verstĂ€rken jedoch den Druck auf zinssensitive Unternehmen und Haushalte. Am Freitag richten sich die Blicke zudem auf den US-Arbeitsmarktbericht fĂŒr Oktober, der nach dem Berichtszeitpunkt veröffentlicht werden soll.
Auch die britischen Konjunktursignale fielen schwach aus. Nach Angaben von Hargreaves Lansdown gingen die britischen Hauspreise im Oktober um 0,6 Prozent zum Vormonat zurĂŒck; zugleich belasteten geopolitische Unsicherheiten und die Entwicklung der Energiepreise die Marktstimmung. Der laufende Kursstand ist als Zwischenstand der Sitzung zu verstehen und nicht als Schlusskurs. Weitere Bewegungen können insbesondere durch die US-Konjunkturdaten und den Handelsbeginn an der Wall Street ausgelöst werden.
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