KOSPI, KRD020020008

KOSPI fÀllt 3,59 Prozent auf 5.648,79 Punkte

Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 13:01 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Der KOSPI ist am Dienstag um 3,59 Prozent auf 5.648,79 Punkte gefallen. Belastet wurden vor allem Technologiewerte durch neue Zweifel an der Finanzierung und RentabilitÀt der weltweiten KI-Investitionen.

KOSPI gibt Erholung vollstÀndig ab

  • Der KOSPI schloss am 3. November 2026 bei 5.648,79 Punkten und verlor 3,59 Prozent.
  • Technologiewerte gerieten wegen wachsender Zweifel an der Finanzierung und ProfitabilitĂ€t von KI-Investitionen unter Druck.
  • AuslĂ€ndische und institutionelle Anleger verkauften netto Aktien, wĂ€hrend Privatanleger die Kursverluste nicht auffangen konnten.
  • Die anstehenden US-Midtermwahlen erhöhten zusĂ€tzlich die ZurĂŒckhaltung der Marktteilnehmer.
KOSPI, KRD020020008, Illustration mit AI erstellt.

Der sĂŒdkoreanische Leitindex KOSPI hat die Erholung vom Vortag am Dienstag, 3. November 2026, vollstĂ€ndig abgegeben. Der Index schloss bei 5.648,79 Punkten und damit 210,29 Punkte oder 3,59 Prozent niedriger als am vorherigen Handelstag. Nach Angaben der Yonhap News Agency weitete der Markt seine anfĂ€nglichen Verluste im Handelsverlauf aus.

KI-Finanzierung belastet Technologiewerte

Im Mittelpunkt stand erneut die Frage, ob die hohen Ausgaben großer US-Technologiekonzerne fĂŒr kĂŒnstliche Intelligenz ausreichend profitabel werden. Schwache Vorgaben aus den USA verstĂ€rkten den Druck: Der Nasdaq Composite hatte am Vorabend 1,07 Prozent verloren, der S&P 500 gab 0,51 Prozent nach. Der Halbleiterindex PHLX fiel laut Yonhap um 3,4 Prozent, nachdem er bereits am Freitag 7,2 Prozent eingebĂŒĂŸt hatte.

Die Sorgen erfassten insbesondere die marktprĂ€genden Chipwerte. Samsung Electronics verlor 4,15 Prozent auf 219.500 sĂŒdkoreanische Won, SK hynix sank um 5,03 Prozent auf 1.398.000 Won. Auch SK Square und Samsung Electro-Mechanics gaben deutlich nach. Die Seoul Economic Daily verwies dabei auf neue FinanzierungsplĂ€ne und Anleihevorhaben großer Technologiekonzerne, die die Debatte ĂŒber die Kosten der KI-Infrastruktur verschĂ€rften.

AuslÀndische Anleger verkaufen

Die Marktbreite blieb schwach. Laut Yonhap standen 656 Verlierern lediglich 220 Gewinner gegenĂŒber. AuslĂ€ndische Anleger verkauften netto Aktien im Wert von rund 1,5 Billionen Won, institutionelle Investoren trennten sich netto von 511,7 Milliarden Won. Privatanleger kauften dagegen netto rund 1,7 Billionen Won, konnten den RĂŒckgang des Index aber nicht verhindern.

ZusĂ€tzlichen Einfluss hatte die Vorsicht vor dem Beginn der US-Midtermwahlen. Daneben belasteten Sorgen ĂŒber die weitere Entwicklung der geopolitischen Lage im Nahen Osten die Risikobereitschaft. Der KOSPI reagierte damit nicht nur auf die schwachen Technologievorgaben, sondern auch auf die erhöhte Unsicherheit an den internationalen MĂ€rkten.

Deutlicher RĂŒckschlag nach Erholung

Der Schlussstand markiert einen scharfen RĂŒckschlag nach dem Plus von 2,24 Prozent am 2. November. FĂŒr Anleger bleibt damit offen, ob die vorherige Erholung lediglich eine eintĂ€gige Gegenbewegung war. Entscheidend dĂŒrfte sein, ob sich die Zweifel an der RentabilitĂ€t der KI-Ausgaben weiter auf die großen sĂŒdkoreanischen Halbleiterwerte ĂŒbertragen.

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de | KRD020020008 | KOSPI | boerse | 70450128 |