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Medien: MilitĂ€rchef berĂ€t Trump persönlich ĂŒber Optionen im Iran-Krieg

Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 06:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
US-PrÀsident Donald Trump hat sich Medienberichten zufolge bei einem seltenen persönlichen Treffen mit einem ranghohen MilitÀrchef zum weiteren Vorgehen im Iran-Krieg beraten lassen.

Das "Wall Street Journal" schreibt unter Berufung auf US-Beamte, der Chef des US-Regionalkommandos fĂŒr den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, habe Trump am Donnerstag im Weißen Haus unter anderem militĂ€rische Optionen im Iran dargelegt. Die US-Zeitung wertete das als mögliches Zeichen dafĂŒr, dass ein bedeutender Einsatz der US-StreitkrĂ€fte bevorstehen könnte.

Das Nachrichtenportal "Axios" berichtet ebenfalls gestĂŒtzt auf US-Beamte, Coopers Briefing fĂŒr den PrĂ€sidenten habe sich auf die US-Seeblockade gegen iranische HĂ€fen und KĂŒstengebiete fokussiert. Trump wollte demnach vom Centcom-Chef persönlich erfahren, ob die Blockade funktioniere. Cooper habe Trump auch mit Blick auf den Einsatz in der Straße von Hormus auf den neusten Stand gebracht. Die US-Marine begleitet seit Monaten zivile Schiffe durch die Meerenge, um den Handel mit Öl und FlĂŒssiggas wieder zu ermöglichen. Laut dem Bericht ging es bei dem GesprĂ€ch auch um die wirtschaftliche Druckkampagne der USA gegen den Iran.

Beide US-Medien berichten ĂŒbereinstimmend, dass auch Generalstabschef Dan Caine, Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere Kabinettsmitglieder an dem Treffen teilnahmen.

Neue Angriffe oder diplomatischer Durchbruch?

Seit lĂ€ngerem wird ĂŒber mögliche neue Angriffe der USA und Israels gegen den Iran nach den US-Parlamentswahlen spekuliert, die kommenden Dienstag stattfinden. US-Medien berichteten jĂŒngst allerdings auch, dass Trumps Regierung und regionale Vermittler neue Anstrengungen fĂŒr eine diplomatische Lösung des Konflikts mit dem Iran unternommen hĂ€tten, in die US-VizeprĂ€sident JD Vance federfĂŒhrend involviert sei.

Die Situation in der Straße von Hormus gilt seit lĂ€ngerem als einer der zentralen Streitpunkte zwischen Washington und Teheran. Iranische StreitkrĂ€fte intensivierten in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf Schiffe in der fĂŒr den weltweiten Ölhandel zentralen Meerenge. Teheran will Trump vor den Kongresswahlen mit steigenden Energiepreisen unter Druck setzen, die bei seinen WĂ€hlern nicht gut ankommen. Der von ihm selbst begonnene Iran-Krieg und die in der Folge gestiegenen Spritpreise sind ein Thema, das Trump im aktuellen Wahlkampf fĂŒr seine republikanischen Parteikollegen erheblich belastet.

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