NEAR-Protocol-Kurs: Exploit-Aufarbeitung rückt Sicherheitspläne in den Fokus
Veröffentlicht am: 31.10.2026 um 13:07 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSExploit-Folgen und Kurskontext
- NEAR Intents verlor bei einem Exploit rund 3,8 Millionen US-Dollar, nach Angaben des veröffentlichten Postmortems wurden die Mittel vollständig zurückgeholt.
- Die Ursache lag demnach in einer fehlerhaften Einzahlung- und Benachrichtigungslogik des Smart Contracts, nicht in der Omni-Infrastruktur.
- Am 30. Oktober wurde NEAR laut Kinzan bei 4,30 US-Dollar gehandelt; der dort ausgewiesene Tagesschluss lag bei 4,036 US-Dollar.
Der NEAR-Protocol-Kurs steht am 31. Oktober 2026 im Zeichen der aufgearbeiteten Sicherheitslücke bei NEAR Intents. Der Cross-Chain-Dienst war Anfang Oktober von einem Exploit über rund 3,8 Millionen US-Dollar betroffen. Die aktuelle Themenübersicht von ad-hoc-news.de verweist auf die aufgearbeitete Sicherheitslücke und neue Sicherheitspläne.
Was beim Exploit passierte
Nach dem von The Crypto Times ausgewerteten Postmortem nutzte der Angreifer eine Funktion, die bei Einzahlungen Benachrichtigungen an Drittverträge auslöste. Fehlgeschlagene Benachrichtigungen führten dazu, dass die Token zurückgegeben wurden, der Intents-Vertrag aber die zugehörige Einzahlung weiter als Guthaben verbuchte. Über 23 fehlgeschlagene Transaktionen entstanden so nicht gedeckte interne Guthaben.
Diese sogenannten Ghost Funds ermöglichten anschließend Abhebungen echter Token. Die Abflüsse liefen laut Bericht vom 29. September bis zum 1. Oktober 2026. NEAR Intents stoppte den Dienst am 1. Oktober; ein Fehlerbehebung wurde am 2. Oktober in das Mainnet eingespielt. Eine weitere kritische Meldung führte am 7. Oktober zur Entfernung der betroffenen Einzahlungsfunktion.
Rückholung und neue Kontrollen
Das Postmortem zufolge wurden die Mittel innerhalb von 36 Stunden nach Entdeckung des Vorfalls vollständig zurückgeholt. Betroffene Nutzer sollten dadurch vollständig entschädigt werden. Zusätzlich vergleicht das Monitoring nun die von Nutzern verbuchten Guthaben mit den tatsächlich im Vertrag gehaltenen Token. Bei einer Abweichung soll das System automatisch pausieren. Geplant ist außerdem eine stärkere Nutzung formaler Prüfverfahren für Smart Contracts.
Für die Einordnung ist wichtig, zwischen NEAR Intents und der zugrunde liegenden Blockchain zu unterscheiden. Der Vorfall betraf die Anwendungs- und Vertragslogik des Cross-Chain-Dienstes. Aus den geprüften Berichten ergibt sich kein Hinweis auf einen Verlust aus der Basisschicht des NEAR-Protokolls selbst.
Kurs bleibt volatiler Kontext
Die Kursdaten von Kinzan weisen für den 30. Oktober um 12:03 UTC einen NEAR-Preis von 4,30 US-Dollar und ein Minus von 3,27 Prozent binnen 24 Stunden aus. Der dort ausgewiesene Schlusskurs für den 30. Oktober lag bei 4,036 US-Dollar. Damit bleibt der NEAR-Protocol-Kurs in einem Umfeld erhöhter Schwankungen; aus den vorliegenden Daten lässt sich jedoch keine eindeutige Kausalität zwischen dem Exploit und der jeweiligen Kursbewegung ableiten.
Weitere Beiträge und der laufende Kontext sind auf der Themenübersicht zu NEAR Protocol gebündelt.
