New York: Erholung vor nachbörslichen Apple-Zahlen und den Wahlen
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 16:58 Uhr | dpa, AD HOC NEWSVor den nachbörslich anstehenden Apple US0378331005-Geschäftszahlen und den Zwischenwahlen für das US-Parlament am Dienstag überwog bei den Anlegern der Optimismus.
Der Nasdaq 100 US6311011026 schaffte in der ersten Handelsstunde ein Plus von 1,04 Prozent auf 28.680 Punkte. Vor dem Wochenende war der technologielastige Auswahlindex mit negativen Geschäftsaussagen des Internetriesen Amazon US0231351067 und des Halbleiterherstellers Intel US4581401001 um rund dreieinhalb Prozent eingebrochen.
Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048, der gut ein Prozent abgegeben hatte, machte am Montag mit einem Anstieg um 1,14 Prozent auf 52.358 Punkte diesen Verlust praktisch wieder wett. Für den marktbreiten S&P 500 US78378X1072 ging es um 0,93 Prozent auf 7.651 Punkte bergauf.
"Die Anleger scheinen bereit, nach den jüngsten Rückschlägen wieder selektiv Risiken einzugehen", kommentierte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets die Entwicklung an den US-Börsen. "Ob daraus eine breitere Erholung entsteht, hängt allerdings maßgeblich von den nächsten Unternehmenszahlen ab. Nach den jüngsten Enttäuschungen bei mehreren US-Technologiekonzernen dürfte insbesondere der Ausblick (von Apple) auf das wichtige Jahresendgeschäft genau unter die Lupe genommen werden."
Dem US-Halbleiterkonzern Marvell Technology US5738741041 brockte der nun bestätigte Ausbau des KI-Infrastrukturgeschäfts mit der Übernahme von Lumentum US55024U1097 einen weiteren Kursrutsch von 5,3 Prozent ein. Dabei wird für den Laserspezialisten ein Unternehmenswert inklusive Schulden von rund 115 Milliarden US-Dollar angesetzt. Der Kauf soll komplett mit Marvell-Aktien bezahlt werden. Die Lumentum-Aktien büßten am Nasdaq-100-Ende weitere 10 Prozent ein. Bereits in der Vorwoche waren entsprechende Spekulationen aufgekommen.
Dass Oracle US68389X1054 laut einer Mitteilung an die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC für rund 10 Milliarden US-Dollar neue Aktien ausgeben will, ließ die Titel um 5,2 Prozent sinken. Zudem begab Oracle Anleihen für 10 Milliarden Dollar. Der Softwarekonzern hatte vergangene Woche angekündigt, sich bis Mitte 2030 nur noch 20 Milliarden Dollar am Finanzmarkt zur Wachstumsfinanzierung beschaffen zu wollen.
Die A-Aktien von Alphabet US02079K3059 erholten sich etwas mit plus 2 Prozent. Der Google US02079K1079-Mutterkonzern startet Kreisen zufolge eine zweite Euro-Anleiheemission im laufenden Jahr und will damit die Investorennachfrage testen. Die Emission folgt auf die Quartalszahlen von Alphabet, die die Besorgnis über das Ausmaß der KI-Investitionen verstärkt und allein vergangenen Donnerstag fast 500 Milliarden US-Dollar an Börsenwert vernichtet hatten.
Die Anteilscheine von Inovio Pharmaceuticals US45773H4092 schossen um 190 Prozent nach oben. Das Biotech-Unternehmen erhielt von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine beschleunigte Zulassung für Voceryq, eine Immuntherapie zur Behandlung von Erwachsenen mit der Atemwegserkrankung rezidivierende respiratorische Papillomatose.
Die Papiere von Estée Lauder US5184391044 verloren 1,4 Prozent, obwohl der Kosmetikkonzern unerwartet gute Quartalszahlen vorgelegt und die Jahresziele erhöht hatte. Die Aktien waren zuletzt allerdings gut gelaufen. Die Geschäftsaussagen seien ein weiteres Zeichen dafür, dass die Sanierungsbemühungen des Unternehmens bei den Verbrauchern Anklang fänden, hieß es aus dem Markt.
Die Titel von Check Point Software IL0010824113 fielen um 5,9 Prozent. Das Unternehmen hatte für das dritte Quartal einen Umsatz unter der durchschnittlichen Analystenschätzung gemeldet.
