Ölpreise fallen etwas trotz weiterer Huthi-Attacke auf Saudi-Arabien
Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 08:18 Uhr | dpa, AD HOC NEWSFür ein Barrel (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent wurden 103,90 US-Dollar gezahlt. Das sind 0,8 Prozent weniger als vor dem Wochenende.
In der vergangenen Woche hatte ein Medienbericht über den Plan zu neuen US-Angriffen auf den Iran noch vor den US-Zwischenwahlen Anfang November die Ölpreise deutlich nach oben getrieben, bevor US-Präsident Donald Trump eine Wiederaufnahme von Militäreinsätzen noch vor den Wahlen dementierte. Wie glaubwürdig das ist, bleibt offen.
Der US?iranische Krieg und dessen Folgen für den gesamten Nahen Osten bleiben derweil das bestimmende Thema am Ölmarkt. So setzte die vom Iran unterstützte jemenitische Huthi-Miliz nach einem Angriff auf den internationalen Flughafen der saudischen Hauptstadt Riad mit zwölf Toten ihre Attacken fort. Bei einem neuen Angriff auf den Flughafen King Chalid am Sonntag sei ein pakistanischer Staatsbürger getötet worden, teilte die saudische Luftfahrtbehörde in der Nacht mit. Elf weitere Menschen wurden demnach verletzt. Das Ausmaß der Sachschäden werde noch ermittelt.
Die Angriffe erfolgten, nachdem von Saudi-Arabien unterstützte Kräfte im Jemen eine Offensive gestartet hatten, um die von den Huthis kontrollierten Gebiete zurückzuerobern. Die Rebellen eröffneten im Juli eine neue Front im Nahostkonflikt mit Angriffen auf die saudische Energieinfrastruktur und Tanker im Roten Meer.
Dass die Ölpreise zum Wochenstart trotz der aktuellen Angriffe auf den saudischen Hauptstadtflughafen nicht weiter stiegen, erklärte Warren Patterson, Leiter der Rohstoffstrategie bei der ING Groep NV in Singapur, damit, dass nicht die Energieinfrastruktur des Landes betroffen ist.
Händler am Ölmarkt blicken zudem auf die Ukraine und Russland. So behauptete US-Präsident Trump zum wiederholten Mal, dass die Ukraine und Russland auf Angriffe auf den Energiesektor der jeweils anderen Kriegspartei verzichten. Mittlerweile sieht die Führung der von Russland mit dem Krieg überzogenen Ukraine aber bereits einen Verstoß Russlands. Kiew beschuldigte das russische Militär, seine Attacken auf das Nachbarland fortgesetzt und ein Heizkraftwerk schwer getroffen zu haben.

