Ölpreise steigen weiter deutlich - Sorge vor US-Militärschlag im Iran wächst
Veröffentlicht am: 30.10.2026 um 14:59 Uhr | dpa, AD HOC NEWSIm Handelsverlauf bauten sie die Gewinne aus dem frühen Handel weiter aus und legten deutlich zu. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte Brent kostete zuletzt 117,18 US-Dollar und damit zwei Prozent mehr als am Vortag.
US-Präsident Donald Trump hat sich Medienberichten zufolge zum weiteren Vorgehen im Iran-Krieg beraten lassen. Das "Wall Street Journal" schreibt unter Berufung auf US-Beamte, der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, habe Trump am Donnerstag im Weißen Haus unter anderem militärische Optionen im Iran dargelegt.
Die US-Zeitung wertete das als mögliches Zeichen dafür, dass ein bedeutender Einsatz der US-Streitkräfte bevorstehen könnte. Das Nachrichtenportal "Axios" berichtet ebenfalls gestützt auf US-Beamte, Coopers Briefing für den Präsidenten habe sich auf die US-Seeblockade gegen iranische Häfen und Küstengebiete fokussiert.
Die Ölpreise bewegen sich mit dem aktuellen Anstieg wieder auf die Höchststände seit Beginn des Iran-Kriegs zu. Im April war der Preis für Rohöl der Sorte Brent zeitweise über 126 Dollar je Barrel gestiegen.
Seit längerem wird über mögliche neue Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran nach den US-Parlamentswahlen spekuliert, die kommenden Dienstag stattfinden. US-Medien berichteten jüngst allerdings auch, dass Trumps Regierung und regionale Vermittler neue Anstrengungen für eine diplomatische Lösung des Konflikts mit dem Iran unternommen hätten.
