Windkraft, Pioniergeist

IG Windkraft: 30 Jahre Pioniergeist

13.11.2023 - 10:45:00

St. Pölten - Heute feiert die Branchenvertretung der Windkraft in Österreich ihr 30-jĂ€hriges JubilĂ€um. Mit viel Pioniergeist und Durchhaltevermögen hat sich die Windkraft zu einer der bedeutendsten Stromerzeugungstechnologien Österreichs entwickelt. "Jedes Windrad ist ein Symbol fĂŒr die gelungene Energiewende", meint Klimaministerin Leonore Gewessler bei der JubilĂ€umsfeier. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass eine Vervierfachung der Windstromerzeugung bis 2030 in Griffweite ist. "Grundvoraussetzung ist die UnterstĂŒtzung fĂŒr geeignete Rahmenbedingungen auf Landesebene in allen BundeslĂ€ndern", erklĂ€rt Stefan Moidl, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der IG Windkraft, und weist einmal mehr auf die LeistungsfĂ€higkeit der Windbranche und die hohe Bedeutung der Windkraft fĂŒr die Energieversorgung hin.

Die Branchenvertretung der Windenergie in Österreich ist 30 Jahre jung. Heute wird dieses JubilĂ€um unter Mitwirkung von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler im Museumsquartier in Wien gebĂŒhrend gefeiert. "Jedes Windrad ist ein Symbol fĂŒr eine gelungene Energiewende. Mit grĂŒnem Strom aus Windkraft schĂŒtzen wir das Klima und stĂ€rken wir die UnabhĂ€ngigkeit. Die IG Windkraft leistet seit dreißig Jahren einen zentralen Beitrag zum schnellen Ausbau der Erneuerbaren. Zu diesem JubilĂ€um darf ich sehr herzlich gratulieren", so Gewessler.

1993 wurde bei einer Zugfahrt zurĂŒck von der Windmesse in Husum von österreichischen Windpionieren der Entschluss gefasst, die IG Windkraft zu grĂŒnden. Zu dieser Zeit waren viele Meteorologen noch der Ansicht, dass fĂŒr die Windkraftnutzung in Österreich zu wenig Wind wehen wĂŒrde. Das erste Windrad, das Strom ins öffentliche Stromnetz einspeiste, wurde dennoch kurz danach 1994 in Wagram an der Donau in Niederösterreich errichtet. Der erste Windpark folgte zwei Jahre spĂ€ter in Eberschwang in Oberösterreich. Bis der Windkraftausbau aber richtig Fahrt aufnehmen konnte, brauchte es einige gesetzliche Änderungen und ein österreichweites Ökostromgesetz. Mit dem ersten Ausbauschub vervierfachte sich die Windkraftleistung innerhalb von nur vier Jahren, die Strommenge verzwölffachte sich. "Damals wie heute wird der Windkraftausbau durch positive gesetzliche Rahmenbedingungen ermöglicht", erklĂ€rt Moidl.

Technische Spitzenleistung

Das erste netzgekoppelte Windrad in Österreich hatte eine Nabenhöhe von 36 Metern, einen Rotordurchmesser von 27 Metern und erzeugte Strom fĂŒr 50 Haushalte. 30 Jahre spĂ€ter sind die WindrĂ€der 5-mal so hoch, haben den 6-fachen Rotordurchmesser und erzeugen Strom fĂŒr mehr als 5.000 Haushalte. Ein einziges Windrad erzeugt heute so viel Strom wie 100 WindrĂ€der vor 30 Jahren. Dieser rasante technische Fortschritt hat immenses Potenzial fĂŒr die Energiewende. "Die Energiewende ist schon lange keine Frage der Technik mehr, sondern ist vielmehr davon abhĂ€ngig, wie wir sie als Gesellschaft umsetzen. Optimistisch stimmt dabei die hohe Zustimmung sehr vieler Menschen zur Nutzung der Windkraft", bemerkt Moidl: "Was es aber braucht, sind passende rechtliche Rahmenbedingungen fĂŒr den Windkraftausbau. Der muss von der Politik auf allen Ebenen ermöglicht werden. Hier warten wir vor allem auf die Landespolitik, um brauchbare Rahmenbedingungen zu bekommen."

Große Zukunft

Dass ein rascher Windkraftausbau in Österreich möglich ist, hat die Branche in der Vergangenheit schon oft bewiesen. Bereits im Jahr 2003 wurden in einem Jahr in nur zwei BundeslĂ€ndern 150 WindrĂ€der errichtet. In nur vier Jahren verdoppelte sich durch das Ökostromgesetz 2012 die erzeugte Windstrommenge von 3 auf 6 Mrd. kWh. Mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz wĂ€re mit der Ausbaugeschwindigkeit von vor 10 Jahren eine Vervierfachung der Strommenge bis 2030 leicht möglich. "Das, was wir bereits vor 20 Jahren in nur zwei BundeslĂ€ndern geschafft haben, sollte fĂŒr den Ausbau in allen BundeslĂ€ndern in den nĂ€chsten Jahren möglich sein. Dann wird die Windenergie zur Lebensversicherung der heimischen Industrie und zum Garanten fĂŒr einen stabilen, leistbaren Strompreis fĂŒr die Bevölkerung", hĂ€lt Fritz Herzog, Obmann der IG Windkraft, fest.

(Ende)

Aussender: IG Windkraft Ansprechpartner: Mag. Martin Jaksch-Fliegenschnee Tel.: +43 (0)660/20 50 755 E-Mail: [email protected] Website: www.igwindkraft.at

@ pressetext.de