JĂ€nner brachte so viel Windstrom wie noch nie
04.02.2024 - 10:30:00Der JĂ€nner 2024 hat Ăsterreich sehr viel Wind gebracht. Gleich dreimal wurde in diesem Monat der Windstromproduktionsrekord gebrochen. Ende des Monats kommt nun ein vierter Rekord dazu. Noch nie wurde so viel Windstrom im JĂ€nner erzeugt wie 2024. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fĂŒnf Jahre waren es sogar um 53 Prozent mehr Windstrom. Mit 1.148 GWh Windstrom konnte im vergangenen Monat 20,7 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs abgedeckt werden. Im Jahresdurchschnitt liefert die Windenergie derzeit zwölf Prozent des Stromverbrauchs. "Der Winter ist Windenergiezeit", freut sich Moidl: "Genau zu der Zeit, wenn besonders viel Energie gebraucht wird, kann die Windkraft ihre StĂ€rke voll ausspielen. Das zeigen diese Zahlen wieder einmal in beeindruckender Weise."
Hohes Potenzial sollte gehoben werden
Das technische Windkraftpotenzial in Ăsterreich ist enorm. Mit 126.000 GWh ist das um 70 Prozent mehr Strom als Ăsterreich derzeit in Summe verbraucht. WĂŒrden wir auf nur zwei Prozent der LandesflĂ€che Windparks errichten, könnten wir 83.000 GWh Windstrom erzeugen. 99 Prozent dieser FlĂ€che bleiben nach wie vor land- oder forstwirtschaftlich nutzbar.
Rahmenbedingungen fehlen
"Leider ist die Windbranche nach wie vor von der Stopp-And-Go-Politik betroffen", bemerkt Moidl: "Wir brauchen die nötigen Rahmenbedinungen auf allen politischen Ebenen. Ansonsten wird der Windkraftausbau auch weiterhin nur langsam voran kommen." Derzeit wartet die Branche auf die Verordnung fĂŒr das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz. Es fehlen die FlĂ€chen fĂŒr neue Projekte in den BundeslĂ€ndern und die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren. Die Aufstockung des Personals in den Genehmiungsbehörden wurde nicht beherzt genug angegangen.
"Einen richtigen Anschub des Erneuerbaren-Ausbaus kann es nur geben, wenn auch die VerschrĂ€nkung zwischen Bund und LĂ€ndern endlich gelöst wird", fordert Moidl: "Neben wichtigen Verbesserungen auf Bundesebene sind fĂŒr viele Bereiche des Erneuerbaren-Ausbaus die LĂ€nder zustĂ€ndig. DarĂŒber hinaus gibt es auch die Notwendigkeit, die internationalen Energie- und Klimaziele der EU zu erreichen. Dies ist nur in gemeinsamer Absprache und Koordination zwischen Bund und LĂ€ndern möglich. Ohne diese VerschrĂ€nkung wird der Ausbau der Erneuerbaren auf der Strecke bleiben."
(Ende)
Aussender: IG Windkraft Ansprechpartner: Mag. Martin Jaksch-Fliegenschnee Tel.: +43 660 20 50 755 E-Mail: [email protected] Website: www.igwindkraft.at

