Windkraft als SchlĂŒsseltechnologie fĂŒr Klimaschutz und Wirtschaftsstandort
26.06.2024 - 10:15:00St. Pölten - Die Klimakrise schreitet voran und ein aktives Handeln wird immer dringlicher. "Drei Grad ErderwĂ€rmung wĂ€ren das Ende der heutigen Zivilisation", erklĂ€rt IIASA-Generaldirektor Hans Joachim Schellnhuber anlĂ€sslich des 15. Windenergiesymposiums in Wien ( https://eventmaker.at/interessengemeinschaft_windkraft_oesterreich-igw/awes_2024 ) . Die Windkraft ist eine der SchlĂŒsseltechnologien, um die Klimakrise zu bewĂ€ltigen, die Energiewende rasch zu schaffen und damit den Wirtschaftsstandort in Ăsterreich und Europa sowie die Versorgungssicherheit nachhaltig zu schĂŒtzen. "Wir brauchen dringend eine europĂ€ische Industriepolitik fĂŒr die Erneuerbaren", fordert Robin Borgert von Windradhersteller-Enercon. Auch in Ăsterreich fehlen die Rahmenbedingungen vor allem auf der Ebene der BundeslĂ€nder. Auf Bundesebene braucht es die rasche Umsetzung des E-Wirtschaftsgesetzes. "Das ElWG muss jetzt beschlossen werden", fordert Josef Plank, Obmann der IG Windkraft: "Die Energiebranche benötigt ein neues Betriebssystem. Statt wahltaktischer Ăberlegungen braucht es jetzt gemeinsame politische Verantwortung."
Die Klimakrise schreitet voran und ein aktives Handeln fĂŒr den Klimaschutz und die Sicherung des Wirtschaftsstandortes wird immer dringlicher. "Der Klimanotstand ist real und die Klimasituation wird immer dramatischer. Wir haben die absurde Situation, dass wir auf die Klimawand mit steigender Geschwindigkeit zurasen und die EntscheidungstrĂ€ger noch stĂ€rker aufs Gas steigen", bemerkt Hans Joachim Schellnhuber, Generaldirektor des International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) anlĂ€sslich des 15. Ăsterreichischen Windenergiesymposiums (AWES) in Wien und ergĂ€nzt: "Drei Grad ErderwĂ€rmung wĂ€ren das Ende der heutigen Zivilisation. Eine kollektive VerdrĂ€ngung kann die Krise nicht lösen. Das ist wie bei kleinen Kindern, die sich die Augen zuhalten, im Glauben dann nicht gesehen zu werden."
Windkraft als SchlĂŒsseltechnologie
"Der Siegeszug der Erneuerbaren ist die unverzichtbare Voraussetzung fĂŒr die langfristige Wiederherstellung des Weltklimas", erklĂ€rt Schellnhuber. Die Windkraft ist eine der SchlĂŒsseltechnologien, nicht nur um die Klimakrise zu bewĂ€ltigen, sondern auch um den Wirtschaftsstandort in Ăsterreich und Europa sowie die Versorgungssicherheit nachhaltig zu schĂŒtzen. "Die Wirtschaft benötigt eine verlĂ€ssliche von internationalen Krisen unabhĂ€ngige und CO2-freie Strombereitstellung, um mit den Standorten in Ăsterreich bestehen zu können", erklĂ€rt Joachim Payr, Obmann der IG Windkraft Oberösterreich: "Mit dem Ausbau der Erneuerbaren werden nicht nur tausende ArbeitsplĂ€tze geschaffen, sondern es hĂ€ngen daran auch tausende bestehende ArbeitsplĂ€tze, die gesichert werden mĂŒssen."
Hoffen auf Politik fĂŒr Windkraft "Made in Europe"
Innovative Unternehmen wie Enercon, einer der gröĂten Windkrafthersteller der Welt, setzen auf Windkraft "Made in Europe". "Wir haben uns dazu entschlossen, die Komponenten unserer modernsten Windkraftanlage E-175 EP5 in Europa zu produzieren. In dieser Fertigungstiefe ĂŒbrigens als einziger groĂer Windkrafthersteller", erklĂ€rt Robin Borgert, Director Sales & After Sales Eastern & Northern Europe bei Enercon: "Zwar geht es mit Genehmigungen und Ausbau aktuell in Europa wieder nach oben, aber es fehlen die passenden Rahmenbedingungen in den MitgliedslĂ€ndern und eine europĂ€ische Industriepolitik, die auch die Vorreiterrolle in der Windbranche in Europa halten kann. Die industrielle Wertschöpfung wandert trotz steigender Installationen kontinuierlich ab und der Druck von der staatlich massiv subventionierten chinesischen Konkurrenz wird immer gröĂer. Der Windkraftausbau in Europa muss rasch verdreifacht werden. Wichtig fĂŒr die europĂ€ische Windindustrie wĂ€re, dass diese Verdreifachung mit einer Stabilisierung und StĂ€rkung, d.h. Resilienz, der europĂ€ischen Lieferketten einhergeht."
Politik Ăsterreichs ist besonders gefordert
Auch in Ăsterreich fehlen die Rahmenbedingungen fĂŒr eine neue Dynamik im Windkraftausbau vor allem in den BundeslĂ€ndern. AuĂer dem Burgenland mĂŒssen hier alle BundeslĂ€nder deutlich nachbessern. Es fehlt die Ausweisung von ausreichend FlĂ€chen, mehr Personal in den Genehmigungsbehörden und eine Beschleunigung der Genehmigung. "Das Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der Stromnetze muss entschieden erhöht werden. Das braucht der Wirtschaftsstandort und erwartet sich die Bevölkerung", fordert IG Windkraft-Obmann Josef Plank und Payr ergĂ€nzt: "Wer sich jetzt noch gegen den Ausbau der heimischen erneuerbaren Energie, wie Windenergie, verwehrt oder versucht diesen zu verzögern, gefĂ€hrdet nicht nur jetzt unseren Wohlstand, sondern auch jenen zukĂŒnftiger Generationen."
ElWG muss jetzt beschlossen werden
FĂŒr die stabilen Rahmenbedingungen benötigt die Branche ein planbares und auf die Zukunft ausgerichtetes Betriebssystem. "Dass das ElWG jetzt nicht in das Parlament eingebracht wurde, ist enttĂ€uschend", bemerkt Plank: "Wahltaktische Ăberlegungen sind hier fehl am Platz â es braucht die gemeinsame politische Verantwortung fĂŒr unsere Energiezukunft." Das ElWG kommt den Verpflichtungen Ăsterreichs nach, die die Strombinnenmarktrichtline der EU seit 2019 vorschreibt. Mittlerweile lĂ€uft ein Vertragsverletzungsverfahren der EU, weil Ăsterreich hier in der Umsetzung sĂ€umig ist. "Es braucht einen klaren Blick auf die Erfordernisse der kommenden Jahrzehnte - Diskussionen ĂŒber das Abschalten von WindrĂ€dern, wĂ€hrend der Atomstrom ungehindert durch unsere Stromnetze flieĂen kann, fĂŒhren zu Verunsicherung der Akteure und sind zu beenden", fordert Plank: "Die gesamte ElektrizitĂ€tswirtschaft braucht dieses Gesetz. Ein Verschieben des Beschlusses des ElWG in die nĂ€chste Legislaturperiode ist inakzeptabel."
Zur Pressemappe mit Fotos ( https://www.igwindkraft.at/?mdoc_id=1054138 )
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Aussender: IG Windkraft Ansprechpartner: Mag. Martin Jaksch-Fliegenschnee Tel.: +43 660 20 50 755 E-Mail: [email protected] Website: www.igwindkraft.at

