Venezuelas PrĂ€sidentin RodrĂguez knĂŒpft Wahlen an Reformen
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 23:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSSie versprach in einer Fernsehansprache Wahlen, knĂŒpfte diese aber an eine vorherige Erneuerung der Wahlbehörde. Machado forderte bei der ersten Pressekonferenz nach ihrer Heimkehr hingegen erneut eine möglichst baldige Abstimmung im kommenden Jahr. "Der demokratische Ăbergang ist unumkehrbar", sagte sie.
RodrĂguez sagte dagegen, der politische Horizont bemesse sich nicht an einem Datum im Kalender. ZunĂ€chst mĂŒssten unter anderem faire Beteiligungsmöglichkeiten fĂŒr alle politischen KrĂ€fte und ein Rahmen fĂŒr demokratisches Zusammenleben geschaffen werden.
Machado begrĂŒĂte zwar, dass RodrĂguez Wahlen in Aussicht gestellt hat. Die Erneuerung des Obersten Gerichtshofs und des Nationalen Wahlrats sowie die Festlegung eines Wahltermins könnten jedoch gleichzeitig erfolgen und mĂŒssten nicht nacheinander abgearbeitet werden, sagte sie. Sie forderte zudem erneut die Freilassung aller politischen Gefangenen.
Machado jubelnd in Venezuela empfangen
Die FriedensnobelpreistrĂ€gerin war am Sonntag nach rund zehn Monaten im Ausland nach Venezuela zurĂŒckgekehrt und von ihren AnhĂ€ngern jubelnd empfangen worden.
Die RĂŒckkehr erfolgte wenige Wochen nach einem umstrittenen Ăl-Deal der USA in Venezuela. Seit der Gefangennahme des autoritĂ€ren Machthabers NicolĂĄs Maduro durch das US-MilitĂ€r im Januar in Caracas wird das ölreiche Land von dessen ehemaliger VizeprĂ€sidentin RodrĂguez gefĂŒhrt. US-PrĂ€sident Donald Trump hat seine gute Zusammenarbeit mit RodrĂguez immer wieder gelobt.
Machado, die seit ihrer Ausreise im Dezember nicht mehr zurĂŒckgekehrt war, hielt sich zuletzt in Panama auf und soll Medienberichten zufolge mehrere RĂŒckkehrversuche unternommen haben. Sie betrachtet die Regierung unter RodrĂguez als Fortsetzung eines "illegitimen Regimes".
Machado wurde wegen ihrer BemĂŒhungen fĂŒr ein freies und demokratisches Venezuela mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Vor ihrer Ausreise zur Entgegennahme des Preises in Oslo hatte sie in ihrem Heimatland mehr als ein Jahr weitgehend im Untergrund gelebt.
