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Vertreter der USA und des Irans haben sich getroffen

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 22:45 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

NEW YORK - Vertreter der USA und des Irans haben sich nach Angaben von PrÀsident Donald Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York getroffen.

(neu: weitere Aussagen Trump)

NEW YORK (dpa-AFX) - Vertreter der USA und des Irans haben sich nach Angaben von PrÀsident Donald Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York getroffen. Das GesprÀch am Dienstag sei "sehr gut" gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte Trump dort vor Reportern, ohne konkrete Angaben zu allen Teilnehmern des Treffens zu machen. Direkte GesprÀche zwischen US-amerikanischen und iranischen Vertretern fanden zuletzt im Juni in der Schweiz statt.

Trump zufolge nahmen sein UnterhĂ€ndler Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner an dem Treffen in New York teil. Witkoff selbst sagte dort, dass er sich nach dem Treffen sehr gut fĂŒhle. Angaben zu den iranischen Teilnehmern machte Trump nicht. Offen blieb zudem zunĂ€chst, ob es konkrete Ergebnisse gab.

US-Medien: Irans Außenminister nahm teil

Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf zwei iranische Beamte, dass der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sich mit Witkoff und Kushner getroffen habe. Das Treffen wurde demnach von Pakistan und Katar vermittelt, die sich intensiv fĂŒr eine RĂŒckkehr zur Diplomatie und fĂŒr Deeskalation eingesetzt hĂ€tten.

Das GesprĂ€ch habe sich auf einen Weg fĂŒr ein Abkommen fokussiert, schrieb die Zeitung. Das Nachrichtenportal "Axios" zitierte einen US-Beamten und eine regionale Quelle mit denselben Informationen zu den Teilnehmern des Treffens. Trump stellte vor Reportern ein weiteres baldiges Treffen in Aussicht, nannte aber keine Details.

Vor der UN-Generalversammlung hatte es Spekulationen gegeben, ob Trump selbst womöglich Irans PrĂ€sident Massud Peseschkian, der auch in New York sprechen soll, treffen wĂŒrde. Die US-Regierung hatte sich dazu aber nicht konkret geĂ€ußert.

Zuletzt wenig Bewegung im Iran-Krieg

Die Fronten im Iran-Krieg gelten als verhĂ€rtet. Teheran signalisierte zuletzt aber Bereitschaft zur Beendigung des Krieges mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommens. Das hatte allerdings nicht zu einer Lösung des Konflikts gefĂŒhrt - und zerfiel angesichts fortdauernder Spannungen schnell in sich zusammen. Zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran ist aktuell die Kontrolle um die fĂŒr den internationalen Ölhandel wichtige Straße von Hormus.

Trump drohte Iran bei UN auf offener BĂŒhne mit "Hölle"

Bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen hatte Trump eine weitreichende Entscheidung in Aussicht gestellt: Option eins sei ein Abkommen, das es dem Iran erlaube, zu großer wirtschaftlicher StĂ€rke zurĂŒckzufinden. Der andere Weg sei die Vernichtung der Islamischen Republik, um ihnen "niemals wieder die Chance zu geben, Menschen zu töten und LĂ€nder zu zerstören".

WĂ€hle der Iran den Krieg, lande die Republik in der "Hölle, ohne Überlebenschance und ohne Hoffnung auf zukĂŒnftige GrĂ¶ĂŸe oder nachfolgende Generationen", sagte Trump.

Als er vor Reportern Stunden spĂ€ter ĂŒber das Treffen seiner UnterhĂ€ndler mit dem Iran informierte, erneuerte Trump zudem eine im Verlauf des Krieges hĂ€ufiger vorgebrachte Drohung: Möglicherweise mĂŒssten die USA eine weitere mutmaßliche Atomeinrichtung im Iran angreifen, die als "Pickaxe Mountain" bekannt sei. Man sehe an dem Standort im Zentrum des Landes nicht viele AktivitĂ€ten, aber falls sich das Ă€ndere, wĂŒrden die USA sofort handeln.

Gleichzeitig war der US-PrĂ€sident erneut bemĂŒht zu versichern, dass ein Ende des Krieges absehbar sei. Man gehe davon aus, dass der Konflikt direkt nach den wichtigen Zwischenwahlen zum US-Parlament Anfang November ende - vielleicht auch davor, sagte er. Der in den USA unpopulĂ€re Iran-Krieg und seine Folgen belasten Trump und seine Republikaner aktuell im Wahlkampf.

Fast sieben Monate Iran-Krieg

Der Iran-Krieg dauert inzwischen seit fast sieben Monaten an und hat auch die Golfstaaten erfasst. Mehrere beherbergen US-MilitĂ€rstĂŒtzpunkte und waren selbst von iranischen Angriffen und den Folgen des Krieges betroffen. Die USA begrĂŒndeten ihre Angriffe seit dem 28. Februar damit, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangen dĂŒrfe. Trump wollte den Krieg eigentlich auf wenige Wochen begrenzen, doch der Konflikt zieht sich seither. Zeitweise hatte es eine Waffenruhe gegeben, die aber immer wieder gebrochen worden war.

ZusĂ€tzlichen Druck erzeugt die Eskalation im Jemen. Die vom Iran unterstĂŒtzte Huthi-Miliz hat vor gut einer Woche in einer Blitzoffensive die WestkĂŒste des Jemen eingenommen und sich damit Zugriff auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer verschafft. Saudi-Arabien sucht derzeit nach UnterstĂŒtzern im Kampf gegen die Miliz. Unter anderem die "New York Times" berichtete, Trump habe Saudi-Arabien im Kampf gegen die Miliz unterstĂŒtzen wollen, das Vorhaben dann aber kurzfristig wieder abgesagt.

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