Windkraft in KÀrnten: Bevölkerung durch Populismus verunsichert
12.01.2025 - 17:40:00Jeder zweite Arbeitsplatz in KĂ€rnten ist von der Industrie abhĂ€ngig. Eine aktuelle Studie der Industriellenvereinigung macht deutlich, dass sich der Energiebedarf der Industrie bis 2040 verdoppeln wird. Dem steht KĂ€rntens massives Stromdefizit aus Erneuerbaren im Winter entgegen: "KĂ€rnten hat vor allem Strom aus Wasserkraft und diese liefert im Winter eben nicht so viel Strom. Deshalb muss KĂ€rnten gerade im Winter sehr viel teuren Strom importieren", erklĂ€rt Florian Maringer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der IG Windkraft. "Das Ergebnis der Volksbefragung könnte dazu fĂŒhren, dass KĂ€rnten abgehĂ€ngt wird und sich weiter an teure Stromimporte ketten muss."
"KĂ€rnten braucht die Windkraft. Doch eine suggestive Fragestellung und massive Verbreitung von Falschinformation haben einen Teil der KĂ€rntner Bevölkerung stark verunsichert. Daher appellieren wir an die KĂ€rntner Landesregierung, die Bevölkerung mit diesen Sorgen nicht im Stich zu lassen und den Dialog ĂŒber eine tragfĂ€hige Energiezukunft und die Arbeit daran weiterzufĂŒhren", betont Maringer.
Das Ergebnis der Volksbefragung ist fĂŒr die Politik nicht bindend. Die meisten Volksbefragungen zu konkreten Windparkprojekten finden auf Gemeindeebene statt und gehen zu zwei Drittel positiv fĂŒr die Windkraft aus. Eine Befragung der Alpen-Adria UniversitĂ€t Klagenfurt zur Akzeptanz von Windkraft aus dem Jahr 2021 ergab eine klare Zustimmung von 71% der Befragten in KĂ€rnten. "Windkraft-Gemeinden wie St. Georgen im Lavanttal beweisen: Wird die Bevölkerung ordentlich informiert und in einen Dialog auf Augenhöhe eingebunden, entscheiden sich die Menschen fĂŒr die Vorteile der Windkraft", erklĂ€rt Maringer.
Naturschutz und Windkraft gehen Hand in Hand
Auch das umfassende Engagement fĂŒr den Naturschutz sei laut Maringer in Populismus und Falschinformation untergegangen. Die Windenergie ist eine der umweltfreundlichsten Technologien zur Stromerzeugung und ist eine jener Stromerzeugungstechnologien mit dem geringsten FlĂ€chenverbrauch. Windkraftbetreiber engagieren sich seit Tag eins intensiv fĂŒr den Schutz der Natur und Artenvielfalt. Die konkreten MaĂnahmen umfassen beispielsweise die BerĂŒcksichtigung von Brut- und RastplĂ€tzen seltener Vogelarten bei der Standortwahl und dem Bau der Anlagen, den Einsatz von Vogelschutzwarten und -konzepten, die BerĂŒcksichtigung des Landschaftsbildes durch die Integration der Anlagen in die Umgebung, sowie die Anlage von BlĂŒhflĂ€chen und die Förderung der BiodiversitĂ€t im Umfeld der Windparks. Viele Betreiber investieren zusĂ€tzlich in Forschungs- und Monitoringprogramme, um die langfristigen Auswirkungen ihrer Anlagen auf die Umwelt zu erfassen und kontinuierlich zu verbessern.
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Aussender: IG Windkraft Ansprechpartner: Lisa-Maria Eitler, MA Tel.: +43 (0)660/20 50 757 E-Mail: [email protected] Website: www.igwindkraft.at

