Erstbefund: Es drohen höhere Strompreise und instabile Energieversorgung
04.07.2025 - 13:55:00Dieser Schritt steht eigentlich im klaren Widerspruch zu den Zielen des Regierungsprogramms, ein kosteneffizientes, nachhaltiges Stromsystem mit leistbaren Preisen und mehr Wettbewerb zu schaffen. Dabei lĂ€gen deutlich intelligentere und zielgerichtetere Lösungen auf dem Tisch. "Anstatt die neuen Möglichkeiten des ElWG wirken zu lassen, wird jetzt schon mit der Kostenkeule zugeschlagen" , kritisiert Vera Immitzer , GeschĂ€ftsfĂŒhrerin des Bundesverbandes Photovoltaic Austria (PV Austria) die AnkĂŒndigungen. Aber das kommt dabei heraus, wenn die betroffene Branche und deren Expertise vollstĂ€ndig ausgeklammert werden. Auch die vagen Aussagen zur sogenannten "Spitzenkappung" bleiben fĂŒr die Branche vorerst unbewertbar â die bisherigen Aussagen dazu zu undurchsichtig, zu wenig konkret.
Massiver RĂŒckschritt mit weitreichenden Folgen
"Das Vorhaben, zusĂ€tzliche Netzentgelte fĂŒr Einspeiser einzufĂŒhren, ist nicht nur Ă€uĂerst kurzsichtig, sondern auch energiewirtschaftlich hochriskant", warnt Immitzer . "FlexibilitĂ€ten im Stromsystem, ĂŒber deren Bedarf sich die gesamte Energiebranche einig ist, wĂŒrden dadurch abgedreht werden. Wer soll noch FlexibilitĂ€t bereitstellen, wenn genau das mit zusĂ€tzlichen Kosten bestraft wird?"
"Anstatt den Strompreis durch den Ausbau der Erneuerbaren nachhaltig zu senken, droht der ElWG-Entwurf den Strompreis in die Höhe zu treiben", bringt es Herbert Paierl , Vorstandsvorsitzender von PV Austria, auf den Punkt und ergĂ€nzt: "Ăbrigens zahlen Stromerzeuger bereits jetzt einen finanziellen Beitrag fĂŒr das Stromnetz."
Ăsterreich weist die zweithöchste Einspeisekomponente in der gesamten EU auf, wodurch die WettbewerbsfĂ€higkeit von Erzeugungsanlagen deutlich beeintrĂ€chtigt wird. WĂ€hrend Stromimporte aus dem EU-Ausland von Abgaben befreit und somit gĂŒnstiger bleiben, werden heimische Produzenten zusĂ€tzlich belastet. Fazit: Gefragt sind jetzt durchdachte, zukunftsorientierte Lösungen â nicht neue, unausgereifte KostenhĂŒrden.
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Aussender: Photovoltaic Austria Bundesverband Ansprechpartner: Vera Immitzer Tel.: +43 1 522 35 81 410 E-Mail: [email protected] Website: www.pvaustria.at

