Wirtschaftsfaktor Energiewende in Gefahr
14.05.2025 - 12:40:00"Statt mit der Wachstumsbranche Erneuerbare Energie zusĂ€tzliche Mittel fĂŒr die Budgetsanierung zu erschlieĂen, werden erfolgreiche Betriebe bestraft. Wer heute PV- und Speicherfirmen abwĂŒrgt, importiert morgen Arbeitslosigkeit und ĂŒbermorgen ĂŒberteuerten Strom aus dem Ausland", kritisiert Herbert Paierl , Vorstandsvorsitzender vom Bundesverband Photovoltaic Austria (PV Austria). Mit der gestrigen Budgetrede von Finanzminister Marterbauer hat die Bundesregierung erneut eindrucksvoll demonstriert, dass der Mut fĂŒr eine wirksame VorwĂ€rtsstrategie fehlt.
Neue Regierung und bisherige RĂŒckschlĂ€ge fĂŒr die Erneuerbaren-Branche
Seit MĂ€rz 2025 wurden binnen weniger Wochen folgende unverstĂ€ndliche MaĂnahmen beschlossen:
* Abruptes Ende der MwSt.-Befreiung fĂŒr PV-Kleinanlagen mit zweifelhaften SchĂ€tzungen zu den damit erreichbaren steuerlichen Mehreinahmen * VerlĂ€ngerung und VerschĂ€rfung des Energiekrisenbeitrag-Stroms (EKB-S), der heimische, mittelstĂ€ndische Stromproduzenten besonders hart trifft * KĂŒrzung sĂ€mtlicher Umweltförderungen ohne BerĂŒcksichtigung der milliardenschweren klimaschĂ€dlichen Subventionen
AusstÀndige Gesetze, die kein Staatsbudget beanspruchen
Trotz aktueller RĂŒckschlĂ€ge auf der einen Seite, fehlen auf der anderen Seite dringend benötigte rechtliche Leitplanken: das neue ElektrizitĂ€tswirtschaftsgesetz (ElWG) und das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG). Beide Vorhaben sind essenziell, um den Umbau des Energiesystems auch rechtlich voranzutreiben und leistbare Energie bereitstellen zu können â ganz ohne zusĂ€tzlicher Budgetbelastung.
"Wenn die Branche bereits mit drastischen BudgetkĂŒrzungen konfrontiert und Planungssicherheit entrissen wird, mĂŒssen zumindest die angekĂŒndigten Gesetze noch vor dem Sommer beschlossen werden", mahnt Paierl . Projekte werden derzeit bereits gestoppt, Finanzierungen verteuern sich, das Vertrauen in stabile Rahmenbedingungen erodiert rasant â und die Unternehmen erfahren von politischen Kehrtwenden regelmĂ€Ăig erst, wenn die Entscheidungen bereits gefallen sind.
Ohne eine stringente Energiepolitik, die die in den letzten Jahren erstarkten mittelstĂ€ndischen Unternehmen einbindet, bleibt die viel zitierte "leistbare Energie" unerreichbar â mit gravierenden Folgen: Der Verlust tausender heimischer ArbeitsplĂ€tze, ein RĂŒckschritt als Innovationsstandort fĂŒr grĂŒne Technologien und eine vertane Chance, das Budget ĂŒber tatsĂ€chliches Wachstum, statt ĂŒber neue Steuern und Abgaben zu sanieren.
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Aussender: Photovoltaic Austria Bundesverband Ansprechpartner: Vera Immitzer Tel.: +43 1 522 35 81 440 E-Mail: office@pvaustria.at Website: www.pvaustria.at

