SprengsÀtze, Stromleitungen

21 SprengsÀtze an Stromleitungen entdeckt und entschÀrft

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 11:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach versuchten Angriffen auf das Stromnetz in Ostsachsen hat die Polizei neun weitere selbst hergestellte Sprengvorrichtungen im unmittelbaren Bereich von Hochspannungstrassen sĂŒdlich des Umspannwerkes Graustein in der NĂ€he von Schleife (Landkreis Görlitz) entdeckt.

Diese wurden durch SpezialkrÀfte des Landeskriminalamtes Sachsen (LKA) entschÀrft, wie das LKA mitteilte. Damit erhöhe sich die Gesamtzahl der in Sachsen aufgefundenen Sprengvorrichtungen auf 21.

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden, das Landeskriminalamt Sachsen und die Polizeidirektion Görlitz bitten die Bevölkerung weiterhin um UnterstĂŒtzung bei den laufenden Ermittlungen.

Am Samstag hatten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Dresden bereits bekanntgegeben, dass insgesamt zwölf Sprengvorrichtungen in der Lausitzer Braunkohleregion an der Grenze zu Brandenburg gefunden wurden. "Diese sollten SchĂ€den an den elektrischen Hochspannungsleitungen durch einen Kurzschluss herbeifĂŒhren", hatten Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Dresden informiert. Zu einem Schaden am Stromnetz sei es nicht gekommen, auch bestehe keine Gefahrenlage fĂŒr die Bevölkerung, hieß es.

Fahndung nach TatverdÀchtigen lÀuft

Unterdessen wird intensiv nach einem Mann gefahndet, der Sabotageaktionen gegen das deutsche Stromnetz verĂŒbt haben soll. Die VorfĂ€lle konzentrieren sich auf Nordrhein-Westfalen (NRW), Brandenburg und Sachsen. Polizei und Staatsanwaltschaft in Brandenburg und NRW hatten am Sonnabend einen gemeinsamen Fahndungsaufruf mit zwei Fotos des 48-JĂ€hrigen veröffentlicht und bitten die Bevölkerung um Hinweise. Am Sonntag hatte es einen Großeinsatz im Hambacher Forst nahe Köln gegeben, allerdings wurden dort keine Hinweise auf den Mann gefunden.

Am Freitag hatten Polizisten in der Wohnung des TatverdĂ€chtigen im nordrhein-westfĂ€lischen Gevelsberg Sprengstoff gefunden. SpĂ€ter stĂŒrmte ein Spezialeinsatzkommando im rund 100 Kilometer entfernten Niederzier in einem Wald einen Lastwagen, der augenscheinlich zu einem Wohnmobil umgebaut worden war. Der Gesuchte wurde aber nicht angetroffen.

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