AbbVie Aktie: Boey erhÀlt EU-Zulassung
Veröffentlicht am: 22.07.2026 um 09:07 Uhr | Redaktion boerse-global.de
WĂ€hrend der breite Markt wackelt, zeigt AbbVie Profil. Die Aktie kletterte in der vergangenen Woche um fast drei Prozent. Am 21. Juli schloss das Papier bei 255,51 US-Dollar.
Die Kursentwicklung entkoppelt sich zunehmend vom S&P 500. Investoren setzen auf das Papier als stabilen Hafen vor der nĂ€chsten Veröffentlichung der Quartalsergebnisse. Diese unabhĂ€ngige Bewegung stĂŒtzt eine angepasste Prognose fĂŒr das Gesamtjahr 2026.
Das Management erwartet nun einen bereinigten Gewinn zwischen 13,91 und 14,11 US-Dollar je Aktie. Darin ist bereits eine Sonderbelastung von 291 Millionen US-Dollar enthalten. Diese Kosten entstanden im zweiten Quartal durch ZukÀufe in Forschung und Entwicklung.
FĂŒr das abgelaufene Quartal prognostiziert AbbVie einen bereinigten Gewinn zwischen 3,57 und 3,61 US-Dollar je Aktie. Neue Zulassungen stĂŒtzen diesen Optimismus. Das Mittel Boey erhielt Mitte Juli die Zulassung der EU-Kommission.
Neue Impulse fĂŒr die Ăsthetik-Sparte
Boey wirkt besonders schnell und nur ĂŒber einen kurzen Zeitraum. Es ist die erste Behandlung dieser Art im EuropĂ€ischen Wirtschaftsraum zur GlĂ€ttung von Stirnfalten. Das Produkt spricht Patienten an, die flexiblere Behandlungsfenster bevorzugen.
Indes liefert die Onkologie-Sparte weiteren RĂŒckenwind. Das Medikament Epcoritamab zeigte positive Ergebnisse in der klinischen Phase 3 zur Behandlung von Lymphomen. Damit verringert das Unternehmen seine AbhĂ€ngigkeit von Ă€lteren Bestsellern im Immunologie-Bereich.
Wachstumstreiber Neurowissenschaften
Das Nervensegment entwickelte sich zuletzt zur tragenden SĂ€ule. Der Umsatz in diesem Bereich stieg im ersten Quartal um 26 Prozent auf 2,88 Milliarden US-Dollar. PrĂ€parate gegen Depressionen und MigrĂ€ne trieben das Ergebnis maĂgeblich an.
Ende Juli prĂ€sentiert AbbVie die vollstĂ€ndigen Zahlen fĂŒr das zweite Quartal. Dann wird sich zeigen, ob die neuen WachstumstrĂ€ger den UmsatzrĂŒckgang durch NachahmerprĂ€parate im Immunologie-Sektor vollstĂ€ndig ausgleichen können. Auch Fortschritte bei neuen Krebstherapien stehen dann im Fokus.
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