Acht HĂ€fen schlieĂen sich zusammen
03.06.2026 - 13:17:01 | dpa.de"Die deutschen HÀfen stehen vor gewaltigen Transformationsaufgaben", teilte Holger Banik vom Hafenunternehmen Niedersachsen Ports (NPorts) mit. "Diese können wir nur gemeinsam mit Bund und LÀndern bewÀltigen."
Der neuen Allianz gehören neben NPorts die Hafengesellschaften Hamburg Port Authority, Bremenports, Rostock Port, LĂŒbeck Port Authority, BrunsbĂŒttel Ports, Seehafen Kiel sowie der Duisburger Hafen an.
Welche Ziele die Hafenbetreiber verfolgen
Die Allianz versteht sich nach eigenen Angaben als gemeinsame Ansprechpartnerin fĂŒr Bund und LĂ€nder bei den Herausforderungen der kommenden Jahre - von der Energiewende ĂŒber die Modernisierung der Infrastruktur bis hin zu steigenden Anforderungen an Resilienz und Sicherheit.
Die Hafenbetreiber wollen mit dem Zusammenschluss erreichen, dass die HĂ€fen als Infrastruktur von nationaler Bedeutung anerkannt werden. Sie fordern, dass sich der Bund stĂ€rker bei der Finanzierung einbringt, insbesondere bei Investitionen in Energie, Sicherheit und Infrastruktur. AuĂerdem setzt sich die Allianz fĂŒr schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren ein.
Die HÀfen stehen unter erheblichem Handlungsdruck: Der Modernisierungsbedarf belÀuft sich nach eigenen Berechnungen auf rund 15 Milliarden Euro. Ihre Positionen möchte die Allianz erstmals am 10. Juni (18.30 Uhr) in der Hamburger Landesvertretung in Berlin vorstellen.
Zentralverband spricht von zeitlich befristeter Initiative
Die Hafenwirtschaft und einige Hafenverwaltungen sind im Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) in Hamburg organisiert. Der ZDS teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, es handle sich um eine zeitlich befristete Initiative und der ZDS unterstĂŒtze diese. "Angesichts der aktuellen Herausforderungen ist entschlossenes Handeln dringend erforderlich."
