AeroVironment Aktie: Margenschock und Klagerisiko
27.03.2026 - 17:25:16 | boerse-global.deDer US-Drohnenhersteller AeroVironment gewinnt zwar weiterhin lukrative Militäraufträge, kämpft intern aber mit handfesten Problemen. Eine drastisch gesenkte Gewinnprognose und ein wackelnder Milliarden-Deal mit der Space Force haben das Vertrauen der Investoren zuletzt schwer beschädigt. Nun schaltet sich auch noch eine renommierte Anwaltskanzlei ein, um mögliche Schadensersatzansprüche von Aktionären zu prüfen.
Auslöser für die juristische Untersuchung durch die Kanzlei Pomerantz ist der jüngste Quartalsbericht. Die Bruttomargen des Unternehmens schrumpften im dritten Geschäftsquartal von 40 Prozent im Vorjahr auf nur noch 27 Prozent. Verantwortlich dafür ist ein ungünstigerer Mix aus margenschwächeren Dienstleistungen nach der BlueHalo-Übernahme sowie eine Firmenwertabschreibung in der Raumfahrtsparte in Höhe von gut 151 Millionen US-Dollar. Diese Entwicklung verfehlte die Markterwartungen deutlich und ließ den Aktienkurs einknicken.
Wackelnder Milliarden-Deal
Bereits Anfang März geriet das Papier stark unter Druck. Die US Space Force kündigte an, das SCAR-Programm – mit einem Volumen von rund 1,4 Milliarden US-Dollar das größte Einzelprojekt von AeroVironment – neu auszuschreiben. Der bestehende Vertrag wird aufgelöst. Das Unternehmen darf sich zwar unter geänderten Anforderungen erneut bewerben, riskiert aber den Verlust von Marktanteilen oder den kompletten Ausschluss. Die Investmentbank Raymond James reagierte umgehend auf diese Unsicherheit und stufte die Papiere von „Strong Buy“ auf „Underperform“ ab.
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Expansion trotz roter Zahlen
Die finanziellen Aussichten haben sich spürbar eingetrübt. Das Management korrigierte die Prognose für den Jahresverlust drastisch nach unten: Statt der ursprünglich erwarteten 30 bis 38 Millionen US-Dollar rechnet AeroVironment nun mit einem Fehlbetrag zwischen 201 und 218 Millionen US-Dollar. Ungeachtet dieser Belastungen treibt der Konzern seine Expansion voran und schloss Mitte März die rund 200 Millionen US-Dollar schwere Übernahme des Luftfahrtunternehmens ESAero ab. Dass Finanzchef Kevin McDonnell Ende Juli in dieser ohnehin kritischen Integrationsphase in den Ruhestand geht, sorgt für zusätzliche Unruhe auf der Führungsebene.
Operativ läuft es bei den reinen Auftragseingängen weiterhin rund. Allein in der vergangenen Woche sicherte sich das Unternehmen neue Armee-Verträge im Wert von über 134 Millionen US-Dollar, der Auftragsbestand erreichte zuletzt ein Rekordniveau. Am Aktienmarkt überwiegt jedoch die Skepsis gegenüber den hohen Integrationskosten und dem drohenden juristischen Nachspiel. Mit einem aktuellen Kurs von 164,55 Euro notiert der Titel mittlerweile mehr als 53 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch aus dem vergangenen Oktober. Die Diskrepanz zwischen vollen Auftragsbüchern und tiefroten Zahlen prägt vorerst das Bild.
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