ĂrzteprĂ€sident fĂŒr Verbot von privatem Silvester-Feuerwerk
29.12.2024 - 15:32:42 | dpa.de"Bleibt die Politik weiter untĂ€tig, trĂ€gt sie mit dazu bei, dass sich Jahr fĂŒr Jahr Tausende Menschen durch Silvester-Feuerwerk verletzen und mitunter Ărztinnen und Ărzte, Rettungs- und OrdnungskrĂ€fte mit Knallkörpern bedroht oder tĂ€tlich angegriffen werden", teilte der PrĂ€sident der BundesĂ€rztekammer mit. "Dieses Thema muss endlich angegangen und auf die Tagesordnung der nĂ€chsten Innenministerkonferenz gesetzt werden."
Reinhardt warnte, der falsche und fahrlĂ€ssige Umgang mit Böllern und Raketen fĂŒhre zu teils schweren Verletzungen und belaste die ohnehin hoch frequentierten Notaufnahmen der Kliniken. "Gerade Verletzungen an Augen und Ohren hĂ€ufen sich in der Silvesternacht. Besonders erschreckend ist, dass viele Kinder und Jugendliche zu Opfern werden", sagte er laut Mitteilung.
Reinhardt zufolge zeigte das zeitweilige Böller-Verkaufsverbot wÀhrend der Corona-Pandemie, dass die Gefahren durch entsprechende Regelungen deutlich hÀtten reduziert werden können. In Hamburg habe es Silvester 2020 nur etwa ein Drittel der NoteinsÀtze aus dem Vorjahr gegeben. In Berlin sei die Zahl der EinsÀtze von 1.523 auf 862 gesunken.
Seit Samstag ist in Deutschland Silvester-Feuerwerk erhÀltlich.
