AfD-Chefin Weidel fordert GesprÀche, um Handelskrieg abzuwenden
19.01.2026 - 11:34:56"Das Ziel mĂŒssen jetzt GesprĂ€che sein, um einen Handelskrieg abzuwenden und eine Lösung zu finden", schrieb sie auf der Plattform X. Die Bundesregierung mĂŒsse im Grönland-Streit die deutschen Interessen in den Vordergrund stellen, statt sich mit Bundeswehr-AusflĂŒgen zu blamieren.
Weidels Co-Chef Tino Chrupalla hatte in der "Welt am Sonntag" eine "imperiale Politik" Trumps kritisiert. "Als EuropĂ€er mĂŒssen wir unsere Sicherheitsinteressen deutlich machen", sagte er und forderte, "im Dialog und in der Diplomatie die Dinge zu klĂ€ren".
Diskussion in der AfD ĂŒber Kurs gegenĂŒber Trump
Innerhalb der AfD lĂ€uft bereits eine Diskussion ĂŒber den Kurs gegenĂŒber Trump, zu dessen Republikanern Teile der Partei seit seiner Wiederwahl offensiv die NĂ€he gesucht hatten.
So lieferte sich etwa der Chef der AfD-Jugendorganisation, Jean-Pascal Hohm, bei X einen Wortwechsel mit dem Bundestagsabgeordneten Maximilian Krah: "Wer meint, man mĂŒsse aus Angst vor einem Zollkrieg oder aufgrund von Sympathie fĂŒr andere Entscheidungen der Trump-Regierung Grönland den US-Amerikanern ĂŒberlassen, ist kein deutscher und europĂ€ischer Patriot, sondern betrachtet unsere Heimat lediglich als AnhĂ€ngsel oder Spielball von GroĂmĂ€chten", schrieb Hohm.
"Tunlichst Zoff mit Trump vermeiden"
Krah antwortete unter anderem: "In unserem Interesse liegt erst einmal, nicht in einen Konflikt mit den USA zu geraten. Was hat uns Grönland bislang gebracht? Und als AfD sollten wir tunlichst einen Zoff mit Trump vermeiden, schlieĂlich schĂŒtzt der uns vor einem Verbotsverfahren."
Der Chef der AfD-Abgeordneten im EU-Parlament, René Aust, schrieb: "Es bleibt dabei: Positive Aspekte der Politik Trumps werden benannt - etwa Anti-Gender-Politik oder stÀrkerer Grenzschutz. Wo seine Politik deutschen Interessen schadet, widerspricht die AfD klar und deutlich; zum Beispiel bei dessen Zoll-Politik.
Kurz gesagt: Kooperation, wo sie möglich ist. Widerspruch, wo er nötig ist. Weder niveaulose Verteufelung noch devotes Anbeten."

