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Agnico Eagle: Barnat stoppt Betrieb Anfang Juli

Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 02:06 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ein geotechnischer Vorfall in einer kanadischen Mine zwingt Agnico Eagle zu einer Produktionskorrektur für 2026.

Agnico Eagle Mines: Produktionsausfall und strategische Expansion
Große offene Tagebaugrube in einer industriellen Landschaft bei Sonnenuntergang. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Agnico Eagle Mines steht kurz vor der Veröffentlichung seiner neuesten Quartalszahlen vor einer schwierigen Gratwanderung. Ein geotechnischer Zwischenfall in der wichtigsten kanadischen Mine zwingt das Management zu Korrekturen. Die Folge: Die Produktion für das Gesamtjahr gerät unter Druck.

Parallel dazu baut der Bergbaukonzern seine Präsenz im Goldgürtel von Abitibi aus. Das Unternehmen unterzeichnete ein Abkommen zur Übernahme von rund 8,7 Millionen Aktien der Cadillac Mines Corporation. Für rund 60 Millionen kanadische Dollar erhöht Agnico Eagle seinen Anteil auf etwa 11,1 Prozent.

Mit diesem Schritt sichert sich der Konzern Zugriff auf weitere Explorationsprojekte in Ontario und Quebec. Das Ziel bleibt eine dominante Stellung in geologisch attraktiven Regionen Kanadas.

Die operative Realität sieht derweil weniger glänzend aus. Im Tagebau Barnat kam es Anfang Juli zu einer Gesteinsbewegung an der Nordwand. Zwar gab es keine Verletzten, allerdings musste Agnico Eagle den Betrieb vorsorglich einstellen.

Dieser Stillstand kostet wertvolle Unzen. Das Management rechnet für das zweite Halbjahr 2026 mit einem Produktionsausfall von bis zu 80.000 Unzen Gold. Damit landet die Jahresprognose voraussichtlich am unteren Ende der Spanne von 3,3 bis 3,5 Millionen Unzen.

Dank des hohen Goldpreises bleibt die Kasse dennoch gut gefüllt. Der starke Cashflow ermöglicht es dem Unternehmen, eigene Aktien im großen Stil zurückzukaufen. Das aktuelle Programm sieht den Rückerwerb von bis zu 25 Millionen Anteilen vor.

Großinvestoren nutzen die Phase der Unsicherheit offenbar für Zukäufe. So stockte die Bank of Nova Scotia ihre Position im ersten Quartal um 36 Prozent auf. An der Börse bleibt die Stimmung verhalten. Die Aktie notiert mit 127,50 Euro deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von rund 158 Euro.

Ende Juli stehen die detaillierten Quartalszahlen sowie neue Kostenschätzungen (AISC) an. Anleger erhalten dann Klarheit über das tatsächliche Ausmaß der Belastungen im kanadischen Malartic-Komplex.

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