Airbus: 114 Lieferungen im Q1 — 16% unter Vorjahr
23.04.2026 - 11:00:32 | boerse-global.deAirbus präsentiert sich dieser Tage von zwei Seiten: Auf der MRO Americas in Orlando wirbt der Konzern mit einem ambitionierten Wachstumsplan für den Servicemarkt — während gleichzeitig das schlechteste erste Quartal seit mehr als 20 Jahren auf die Ergebnisveröffentlichung am 28. April wartet.
Digitale Services als Wachstumsmotor
Der neue Global Services Forecast von Airbus sieht den nordamerikanischen Luftfahrt-Servicemarkt bis 2044 von rund 38 Milliarden US-Dollar auf 54,4 Milliarden US-Dollar wachsen. Das stärkste Segment: digitale Lösungen und Konnektivität. Dieser Bereich soll sich bis 2044 auf 4,5 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppeln — die höchste Wachstumsrate aller Servicekategorien.
Passend dazu stellte Airbus in Orlando seine neue Tochtergesellschaft Skywise vor. Sie bündelt die bisherigen Einheiten Navblue und Skywise Digital unter einem Dach und setzt auf eine Datenplattform, die gemeinsam mit Palantir Technologies entwickelt wurde. Die Botschaft dahinter ist klar: Airbus will nicht nur Flugzeuge bauen, sondern einen größeren Teil des margenstarken Aftermarket-Geschäfts für sich beanspruchen.
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Pratt & Whitney bremst die Auslieferungen
Während die Servicestrategie nach vorne zeigt, drückt das operative Geschäft auf die Stimmung. Im ersten Quartal 2026 lieferte Airbus 114 Flugzeuge aus — 22 weniger als im Vorjahreszeitraum, ein Rückgang von 16 Prozent. Besonders hart traf es die A320neo-Familie: Dort sanken die Auslieferungen von 106 auf 81 Einheiten. Gemessen an den zuletzt veröffentlichten Listenpreisen entspricht das einem nominalen Fehlbetrag von mehr als drei Milliarden US-Dollar.
Hinter dem Rückstand steckt kein Nachfrageproblem. Airbus kämpft mit Lieferkettenproblemen — darunter Rumpfpaneel-Verzögerungen und ein zunehmend öffentlich ausgetragener Streit mit Triebwerkshersteller Pratt & Whitney über die Zuteilung knapper Antriebe. Das Auftragspolster bleibt mit 9.031 Flugzeugen per Ende März 2026 rekordverdächtig — rund zehn Jahre Produktionsabdeckung auf Basis des Jahreszielwerts von 870 Auslieferungen.
Jahresprognose unter Druck
Morgan Stanley erwartet für Q1 einen Umsatz von 12,4 Milliarden Euro, rund acht Prozent weniger als im Vorjahr. Das bereinigte EBIT soll bei lediglich 311 Millionen Euro liegen, die Marge bei 2,5 Prozent. Verteidigung & Raumfahrt sowie Hubschrauber dürften mit Wachstumsraten von acht beziehungsweise vier Prozent stabil bleiben — zu wenig, um den Einbruch im Kerngeschäft aufzufangen.
Das Jahresziel von 870 Auslieferungen rückt damit in weite Ferne. Um es noch zu erreichen, müsste Airbus in den verbleibenden drei Quartalen durchschnittlich rund 252 Flugzeuge pro Quartal abliefern — deutlich mehr als bisher. Wie das Management diesen Rückstand erklären und einen glaubwürdigen Aufholplan skizzieren will, dürfte der entscheidende Punkt des Analystencalls am 28. April werden.
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