Airbus, Aktie

Airbus Aktie: 3,83 Prozent Plus nach Update

Veröffentlicht am: 23.07.2026 um 19:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Airbus peilt bis 2029 ein bereinigtes EBIT von bis zu 13 Milliarden Euro an und startet ein 5-Milliarden-Aktienrückkaufprogramm.

Airbus: Neue Gewinnziele und Milliarden-Rückkaufprogramm bis 2029
Flugzeugtragfläche über den Wolken bei Sonnenaufgang als Symbol für die Luftfahrtindustrie Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat im Rahmen einer aktuellen Strategieaktualisierung ehrgeizige Langfristziele und umfangreiche Kapitalrückführungen an seine Aktionäre angekündigt. Bis zum Geschäftsjahr 2029 strebt der Konzern ein bereinigtes Betriebsergebnis (EBIT) in einer Spanne von 12 bis 13 Milliarden Euro an. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 belief sich dieser Wert auf 7,13 Milliarden Euro. Flankiert wird diese Prognose durch ein neu genehmigtes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 5 Milliarden Euro, das über einen Zeitraum von drei Jahren umgesetzt werden soll.

Die Reaktion an den Märkten auf diese Ankündigungen fiel positiv aus. Der Kurs der Airbus-Aktie legte deutlich zu und notiert aktuell bei 51,50 Euro, was einem Tagesplus von 3,83 Prozent entspricht. Damit verringert sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch auf nunmehr 6,36 Prozent.

Produktion und Auslieferungsziele im Fokus

Ein wesentlicher Treiber für das angestrebte Gewinnwachstum ist die geplante Ausweitung der Produktion. Für das Gesamtjahr 2026 peilt Airbus die Auslieferung von rund 870 Verkehrsflugzeugen an. Damit würde das Unternehmen den bisherigen Rekordwert aus dem Jahr 2019, als 863 Maschinen an Kunden übergeben wurden, übertreffen. Medienberichten zufolge verzeichnete Airbus bereits im ersten Halbjahr 2026 eine positive Dynamik mit einem Anstieg der Auslieferungen um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Trotz der ambitionierten Planung bleiben Herausforderungen in der globalen Lieferkette bestehen. Insbesondere Engpässe bei Triebwerken und Strukturkomponenten fordern das Management weiterhin heraus. Dennoch stützt ein enormer Auftragsbestand von branchenweit über 18.000 Flugzeugen die langfristigen Aussichten. Laut Reuters Breakingviews profitieren Hersteller wie Airbus zudem von einem starken Aftermarket-Geschäft, da ältere Jets aufgrund der hohen Nachfrage und Lieferverzögerungen bei Neugeräten länger im Dienst bleiben.

Neue Aufträge und technologische Weichenstellungen

Parallel zur Veröffentlichung der Finanzziele konnte Airbus einen neuen Erfolg im Vertrieb vermelden. Die Fluggesellschaft BermudAir hat zehn Maschinen des Typs A220-300 fest bestellt und sich Optionen für zehn weitere Flugzeuge gesichert. Die Maschinen, die als Ersatz für ältere Embraer-Modelle dienen sollen, werden ab einer Vorlaufzeit von etwa 18 Monaten ausgeliefert. Das A220-Programm verzeichnet damit mittlerweile mehr als 1.100 Bestellungen, von denen bereits über 500 Einheiten an Kunden weltweit übergeben wurden.

Mit Blick auf die Zeit nach 2030 bereitet der Konzern zudem die Entwicklung eines Nachfolgers für die erfolgreiche A320-Familie vor. Derzeit werden verschiedene hybride Antriebstechnologien erprobt, wobei Airbus eng mit Partnern wie Pratt & Whitney und Safran zusammenarbeitet. Eine Entscheidung über die endgültige Technologieauswahl für das neue Modell steht laut Branchenberichten kurz bevor.

Analysteneinschätzungen und strategische Ausrichtung

In ersten Reaktionen auf das Geschäfts-Update hoben Analysten von RBC ihr Kursziel für Airbus an und passten ihre Schätzungen für die kommenden Jahre nach oben an. Die Experten sehen den Konzern gut positioniert, um insbesondere in der Zivilflugzeugsparte zu wachsen. Dieses Segment soll bis 2029 rund 10 Milliarden Euro zum EBIT-Ziel beitragen, während die Bereiche Airbus Helicopters sowie Defence & Space die weiteren Ergebnisanteile liefern sollen.

Ergänzend zur industriellen Strategie setzt Airbus verstärkt auf Nachhaltigkeitsthemen. Eine aktuelle Studie des Unternehmens belegt das Potenzial von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF), der bis 2040 einen erheblichen Teil des Kerosinbedarfs decken und damit zur Reduzierung der CO2-Emissionen sowie der Importabhängigkeit in wichtigen Märkten beitragen könnte. Das Management unterstreicht damit den Anspruch, technologische Innovation mit wirtschaftlicher Effizienz zu verknüpfen.

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