Airbus Aktie: Rekordorder trifft Lieferstau
21.03.2026 - 08:18:02 | boerse-global.deAerCap, der weltgröĂte Flugzeugverleasinganbieter, hat Airbus diese Woche mit dem gröĂten Direktauftrag der gemeinsamen Geschichte bedacht. Gleichzeitig kĂ€mpft der Hersteller mit einem holprigen Jahresstart, der die ambitionierten Lieferziele fĂŒr 2026 unter Druck setzt.
Historischer Auftrag aus Dublin
Am 18. MĂ€rz bestellte AerCap Holdings 100 Flugzeuge der A320neo-Familie â 23 vom Typ A320neo und 77 A321neo. Es ist der erste Direktauftrag des irischen Leasingriesen fĂŒr die A320-Familie seit Dezember 2017 und zugleich der gröĂte, den AerCap jemals direkt bei Airbus platziert hat. Auslieferungen sollen zwischen 2028 und 2034 erfolgen.
Das Signal ist klar: Trotz des verschÀrften Wettbewerbs durch Boeing, das 2025 erstmals seit Jahren wieder die Nase bei Neubestellungen vorn hatte, setzt der wichtigste Abnehmer der Branche auf die A320neo-Familie. Mit weltweit mehr als 19.000 Bestellungen bleibt sie das meistgeorderte Schmalrumpfflugzeug der Welt.
Lieferstau trĂŒbt das Bild
Die kommerzielle RĂŒckendeckung durch AerCap kommt zu einem ungĂŒnstigen Zeitpunkt. Laut SchĂ€tzungen von Barclays hat Airbus im laufenden Jahr bis Mitte MĂ€rz nur 6,2 Prozent seines Jahresziels von 870 Flugzeugen ausgeliefert. Zum gleichen Zeitpunkt 2025 waren es noch 7,9 Prozent.
Besonders auffĂ€llig ist eine Diskrepanz in den Produktionsdaten: Von 55 gefertigten LEAP-betriebenen Flugzeugen wurden bis zum 18. MĂ€rz lediglich 22 ausgeliefert. Airbus hatte öffentlich Pratt & Whitney als Engpassfaktor benannt, doch die Zahlen deuten darauf hin, dass es vor allem die LEAP-Triebwerke von CFM International sind, die den AuslieferungsrĂŒckstand treiben. Das Analysehaus AirInsight hat seine Produktionsprognose fĂŒr 2026 bereits von 904 auf 873 Maschinen nach unten korrigiert.
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Zweites Halbjahr wird entscheidend
FĂŒr das Gesamtjahr 2026 peilt Airbus ein bereinigtes EBIT von rund 7,5 Milliarden Euro sowie einen freien Cashflow von etwa 4,5 Milliarden Euro an. Die Dividende fĂŒr 2025 soll 3,20 Euro je Aktie betragen â ĂŒber die AusschĂŒttung stimmen die AktionĂ€re auf der Hauptversammlung am 14. April in Amsterdam ab.
Barclays stuft die aktuellen Produktionsprobleme als vorĂŒbergehenden RĂŒckschlag ein und sieht den langfristigen Hochlaufpfad als intakt an. Damit das Jahresziel von 870 Auslieferungen erreichbar bleibt, muss Airbus im zweiten Halbjahr deutlich mehr Tempo machen als 2025 â bei einem Auftragsbestand von knapp 8.800 Flugzeugen fehlt es jedenfalls nicht an Nachfrage. Die Aktie notiert aktuell rund 14 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und spiegelt damit die Unsicherheit ĂŒber den Auslieferungsverlauf wider.
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